Mutterschaftsurlaub in der Schweiz vs. Elternzeit in Deutschland – ein subjektiver Vergleich

Am 2. Juli ist mein Mutterschaftsurlaub nach 98 Tagen (14 Wochen) zu Ende gegangen. Wenn ich nicht gekündigt hätte, müsste ich jetzt wieder zur Arbeit gehen (was ich momentan beruflich gerade so tue, ist eine andere Sache…).

 

Ich bin sehr froh, dass ich mich dazu entschieden habe und finanziell dazu in der Lage bin, nach Copperfields Geburt nicht mehr angestellt zu sein. Bereits mit einem Kind ist Arbeiten manchmal ein Spiessrutenlauf. Wer bleibt zuhause, wenn das Kind krank ist? Wer holt es ab aus der Kita/von der Taufpatin/von den Grosseltern? Wer Kinder hat und arbeitet, beschäftigt sich vor allem mit einem: der Logistik.

 

So bin ich also erleichtert, dass ich dieser Logistik-Problematistik nicht mehr oder zumindest deutlich weniger ausgesetzt bin. Bei LadyGaga bin ich direkt nach diesen kurzen 14 Wochen wieder zur Arbeit, und zwar 80%. Und mein Herz hat geblutet dabei. Ich habe am Anfang viel geweint, weil es sich so falsch anfühlte, mein Kind so früh in fremde Obhut zu geben. Aber es ging nicht anders. Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut für Business Moms. Aber es war einfach noch so früh! Ich war vor der Schwangerschaft gerade erst befördert worden und wollte noch etwas bewegen in meinem Job. Ich war und bin ehrgeizig. Ich liebte meinen Job, es führte also kein Weg daran vorbei, wenn ich beruflich und finanziell vorankommen wollte. Warum aber gibt es nur 14 Wochen Mutterschaftsurlaub in der Schweiz, und was ist anders zu Deutschland?

 

 

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Das Schweizer Recht in Kürze

Wenn man vor der Geburt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, wird man vom Arzt krankgeschrieben. Alle erwerbstätigen Mütter haben Anrecht auf einen bezahlten Mutterschaftsurlaub von 98 Tagen (14 Wochen). Dieser beginnt erst am Tag nach der Geburt. Die Mütter erhalten dann 80% ihres Lohns in Form von Taggeldern, höchstens aber CHF 196 pro Tag. Je nach Arbeitgeber stockt dieser aus eigener Tasche auf 100% Lohn auf. Bei der Geburt von LadyGaga habe ich so 100% Lohn erhalten, also keinen Lohnausfall gehabt. Jetzt, bei Copperfield, erhielt ich nur das gesetzliche Minimum – dem neuen Arbeitgeber sei Dank. Ein Vaterschaftsurlaub oder eine Elternzeit sind in keinem Bundesgesetz geregelt, d.h. Väter haben je nach Arbeitgeber 1–5 Tage frei – that’s it.

 

Und in Deutschland?

Ich habe Dajana, ebenfalls eine Mamabloggerin, gefragt, wie der Mutterschaftsurlaub in Deutschland für sie war. Hier ihre Sicht der Dinge (herzlichen Dank, liebe Dajana!):

 

“Mein Name ist Dajana vom Blog Mit Kinderaugen und ich habe sofort «hier!» gebrüllt, als Mama on the Rocks via Twitter angefragt hat, etwas zum Thema Mutterschaftsurlaub bzw. Elternzeit zu schreiben. Zunächst einmal finde ich es echt krass, dass Mütter in der Schweiz nur 14 Wochen mit ihrem Kind zuhause bleiben dürfen. 14 Wochen! Das muss man sich mal überlegen. Das ist doch nichts. Einmal durchgeatmet und diese 14 Wochen sind rum. Ich kann vollkommen verstehen, dass vielen Müttern dabei das Herz blutet.

 

Bevor ich schwanger wurde, habe ich immer gesagt, dass ich maximal ein Jahr mit Kind zuhause bleiben möchte. Diese Ansicht hatte ich dann aber schnell geändert und mich im Endeffekt für zwei Jahre entschieden. Also acht Wochen Mutterschaftsurlaub und dann begann die Elternzeit.

 

In Deutschland darf man ja bis zu drei Jahre Elternzeit nehmen und man kann sich das Elterngeld, dass einem währenddessen vom Staat gezahlt wird, auch auf diese drei Jahre auszahlen lassen. Das machen allerdings die wenigsten, denn dass ist dann so gut wie nichts. Ich habe mir mein Elterngeld auf ein Jahr auszahlen lassen.

 

In Deutschland ist es auch völlig normal, dass man nach den acht Wochen Mutterschaftsurlaub in Elternzeit geht. Ich glaube, es gibt ganz wenige Mütter, die die Elternzeit nicht nehmen. Die meisten Mütter gehen ein Jahr in Elternzeit und dann wieder arbeiten. Es gibt aber auch viele, die zwei oder drei Jahre mit Kind zuhause bleiben. Das ist in Deutschland zum Glück jeder Mutter selber überlassen.

 

Ich habe nach einem Jahr Elternzeit wieder angefangen zu arbeiten. Allerdings war das eine Stelle in Home Office. Also war ich prinzipiell immer noch mit Kind zuhause. Im Endeffekt war ich über zwei Jahre mit unserem Sohn zuhause (er ist dann mit etwas über zwei Jahren in den Kindergarten gegangen) und ich bin so unendlich dankbar, dass ich diese Zeit erleben durfte. Ich bin froh, dass es in Deutschland so geregelt ist, dass man eben die Möglichkeit hat, bis zu drei Jahre mit Kind zuhause zu bleiben. 14 Wochen wie in der Schweiz wären mir definitiv zu wenig.”

 

 

 

Jetzt seid Ihr dran! Was sind Eure Erfahrungen mit Mutterschaftsurlaub/Elternzeit – Top oder Flop? Gibt es auch Kommentare aus anderen Ländern, aus Österreich, Frankreich…? Ihr könnt gerne auch verlinken. Ich bin gespannt!



18 Gedanken zu „Mutterschaftsurlaub in der Schweiz vs. Elternzeit in Deutschland – ein subjektiver Vergleich

  1. Ich habe drei Jahre beantragt. Habe immer gesagt, das ich die Zeit zuhause bleiben möchte. Gottseidank hat ein Arbeitgeberwechsel des Mannes dieses noch mehr ermöglicht. Das Elterngeld habe ich auf zwei Jahre splitten lassen. So waren es knapp 300 Euro, die ich bekam. Ein Jahr zuhause habe ich jetzt noch und hoffe, das in dieser Zeit noch ein zweiter Zwerg dazukommt, wo ich dann auch nochmal drei Jahre anmelden werde.

    In meinem Bekanntenkreis musste ich mich deswegen bisher auch nicht rechtfertigen, auch in unsere Kinderkurs sind (fast alle) mind. 2 Jahre zuhause und überlegen sogar zu verlängern.

    Jobtechnisch zieht mich nichts zurück. Ich arbeite im Callcenter mit Schichtdienst, Wochenende und Feiertagsarbeit mit wenig Kooperationsbereitschaft vom Arbeitgeber. Halbtags lohnt sich auch nicht, denn der einfache Fahrtweg ist 40km. Daher vermisse ich nichts.

    Wenn ich DEN Traumjob hätte, würde ich mir das vielleicht überlegen, aber so? Der Job ist quasi nur noch als Absicherung, falls was ganz unvorhergesehenes passiert.

    Schaun mer mal, was noch so kommt

    LG Nicola

  2. Ich hatte inklusive den 12 Wochen gesetzlichen Mutterschutz (Zwillinge) 9 Monate beantragt und dann sogar noch auf 8 Monate verkürzt, da meine Vertreterin mit wehenden Fahnen unter gegangen ist.
    Da ich bei uns die Hauptverdienerin bin, hatten wir uns auf geteilte Elternzeit geeinigt.
    Auch wenn wir leider daran gescheitert sind, würde ich unter gleichen Umständen immer wieder so entscheiden oder vielleicht auch gerade deswegen!

    Tanja, Murmels und ich

  3. 14 Wochen ist echt heftig!

    Bei uns in Österreich hat man Anspruch auf zwei Jahre Elternzeit. Spätestens dann muss man zurück in die Firma oder eben kündigen.
    Für die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes gibt es vier Varianten im Zeitraum von 12 bis 30 Monaten. Wenn beide Partner die Elternzeit abwechselnd beanspruchen, dehnt sich das auf 36 Monate aus.
    Ich habe mich für das längste Modell (30 Monate) entschieden, das sind eigentlich 436 € pro Monat, habe durch meine Zwillinge (bei Mehrlingen gibt es einen Zuschlag) aber mehr als 600 € pro Monat bekommen.

    Verglichen mit euch in der Schweiz geht es uns Müttern SEHR GUT.

  4. Ich finde die fünf Tage für Väter erschreckend wenig.

    Ich habe nach der Geburt meiner Tochter direkt im Anschluss einen Monat Urlaub genommen (gut, das ist nicht selbstverständlich. Danke Boss!) und dann einen Monat Elternzeit. War also zu Beginn zwei Monate am Stück zuhause. Nach ihrem 1. Geburtstag war ich einen weiteren Monat in (bezahlter) Elternzeit, während meine Frau wieder mit 50% zu arbeiten begann.

    Ich möchte keinen Tag missen. Ich hatte soviel Zeit, meine Tochter richtig kennenzulernen, eine richtige Bindung zu ihr aufzubauen. Und ich konnte meine Paparolle ordentlich üben – mit allem d'rum und d'ran. Die Zeit am Anfang nutzten wir auch noch alles mögliche zu organisieren. Zeug zu kaufen, dass wir vergaßen oder neue Klamotten weil der Frosch kleiner war als gedacht, etc. Und meine Frau musste das nicht machen – sondern konnte sich erholen.

    Nach einem Jahr war es die schönste Zeit, weil sie kein Baby mehr war das "nur" 'rumlag. Sondern ein aktives Kleinkind. Wir haben soviel zusammen gemacht. Stundenlang gespielt. Gelesen, gesungen, getanzt – und natürlich auch Haushalt, was meine Frau wieder entlastete. Es war eine tolle Zeit, die mich ihr und ich vermute auch sie mir näher gebracht hat. Ich möchte keinen Tag missen. Und ich kenne keinen Vater, der seine Elternzeit bereut.

    Kurz: ich finde es schade, was den Männern in der Schweiz entgeht. Väter die genau das wollen, sollte man doch in ihrem Wunsch unterstützen. Alle Welt spricht doch von den "neuen Vätern" und wie toll es ist, dass Väter mehr als nur Ernährer sind. Dann solle man ihnen doch nicht noch Steine in den Weg legen.

  5. Ich hab ja nun bei Kind 1 das schweizer Modell erlebt und bei Kind 2 das deutsche. Für mich persönlich passte das schweizer Modell besser. Ich hab damals noch 2 Wochen dazu bekommen, war also 16 Wochen zu Hause und fand das super, denn ich hab mich furchtbar gelangweilt mit Baby daheim. Und auch das Baby hat sich dann nach diesen 16 Wochen gelangweilt und war in der Krippe sofort total glücklich. Somit komme ich für mich zu einem ganz anderen Ergebnis: Ich fand's perfekt und vollkommen umstressig, morgens das Kind abzugeben, mich dann voll auf die Arbeit zu konzentrieren und nachmittags um fünf nach einem guten Tag das Kind abzuholen und den Abend zu geniessen, ohne an etwas anderes zu denken als mein Kind. Das lief extrem gut und ich vermisse das in Deutschland. Darum bringe ich trotz Elternzeit Kind Nr.2 in die Kita und kann mich dann meiner beruflichen Zukunft widmen, ohne dass mich jemand stört. Bei mir heißt das für die Doktorprüfung lernen und Bewerbungen schreiben.
    All das mag vielleicht nur bei mir stimmen, denn ich geniesse es zwar ein paar Tage mit den Kindern zu Hause zu sein, aber nach einer Woche werd ich dabei blöd im Kopf und meine Stimmung wird gereizt.
    Bei uns sind alle mit der Situation glücklich. Kind 1 liebt den Kindergarten und Kind 2 die Kita über alles.

    Generell bin eben jemand, der nicht gern zu Hause sitzt und ich kenne nunmal auch keine Leute, die zu Hause sind. Ich war auch froh, konnte ich in der Schweiz noch bis zum Schluss arbeiten, einfach weil ich da mit meinen Freunden zusammen sein konnte und mit meinem Mann in die Kantine zu Mittag.

    Ich fände es darum viel wichtiger, den Leuten flexibel zu erlauben zu arbeiten, wie es ihnen entspricht. Manche wollen nicht zu Hause sein, andere freuen sich darauf und können es genießen. Manche sind vor und nach Geburt fit, manche brauchen Zeit sich zu erholen. Manche wollen dann erstmal nicht, Teilzeit oder gleich wieder Vollzeit arbeiten. Mein Traum wäre ja, dass man das vorher mit dem Arbeitgeber organisieren kann.

    Darum finde ich es auch nicht nützlich beide Systeme zu vergleichen. Wir könnten es uns im Herzen Europas eigentlich leisten, ein flexibles System zu etablieren. Schade, dass das nicht klappt.

  6. Liebe Mama on the rocks,

    wir haben ja gestern schon fleißig auf Twitter drüber geschrieben, aber hier noch mal als Kommentar, meine Gedanken zur Elternzeit.
    Ich finde es 1. total schade, dass den Vätern nur fünf Tage Elternzeit zustehen. Mein Mann hat ein halbes Jahr genommen und kann sich momentan gar nicht vorstellen, wie das sein wird, wenn er irgendwann wieder weniger Zeit für seine Tochter hat. Das Leben ist dann eben doch so schnell und man verpasst so viel, wenn man nur morgens und abends kurz mal Zeit mit dem Kind verbringt.

    Was mich angeht: Ich war die ersten sechs Monate zuhause und mache nach der Elternzeit meines Mannes noch mal zwei. Wir nutzen die 14 bezahlten Monate also voll aus. 🙂 Ich finde das schön, merke aber auch, wie sechs Monate raus aus dem Beruf bei einer Selbstständigen die Existenz gefährden. Denn wenn viele Angestellte erstmal ein Recht darauf haben, in ihren Beruf zurückzukehren, muss ich praktisch bei Null anfangen.
    Dennoch, ich finde die Zeit mit Baby so unglaublich toll und kann mir im Leben nicht vorstellen, wie Mütter in der Schweiz das machen. Es tut mir sehr leid für jede einzelne, die länger bei ihrem Kind bleiben möchte.

    Liebe Grüße,

    Andrea vom Runzelfüßchen Blog

  7. Liebe Nicola, Danke für den spannenden Kommentar! 300 Euro im Monat? Ich glaube, das ist das Problem in der Schweiz – das Leben hier ist viel teurer, das reicht nicht, auch nicht als Zweitverdienende. Ich habe hier für die dreieinhalb Monate je über CHF 5000 gekriegt – das ist der Maximalbetrag, da ich einen Kaderjob hatte. Das kann der Staat natürlich nicht über 1-2 Jahre bezahlen. Aber eben: die Lebenskosten hier sind auch viel höher. Wir verdienen zwar mehr, müssen aber auch mehr abgeben (Lebensmittelkosten etc.). Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Spass als Mama, und wer weiss, vielleicht ja bald x2 😉 – ich wünsche es Dir von Herzen!

  8. Verstehe ich das richtig: In Deutschland können die Eltern selbst festlegen, WANNsie Elternzeit beantragen und der Arbeitgeber muss sich dann fügen? Du kannst Dir die Zeit also (fast) frei einteilen? Finde ich klasse!

  9. Schön, meldet sich auch ein Papa zu Wort.:-) Ja, die neue Generation Väter kommt in der Schweiz total unter die Räder. Mein Mann arbeitet allerdings in der Informatik, wenn er ein halbes Jahr oder so nicht arbeitet, ist er raus aus dem Geschäft. Das wäre vermutlich also gar keine Option gewesen. Allerdings kennen wir es hier in der Schweiz ja auch nicht anders. Da ich zum Zeitpunkt der Geburt unserer Tochter die Hauptverdienerin war, haben wir es so gelöst: Wir haben nach Woche 14 beide je 80% gearbeitet, das heisst es gab einen Papa-Tag und einen Mama-Tag pro Woche. Nun, beim zweiten Kind, habe ich gekündigt und mein Mann ist der Hauptverdiener. So muss er 100% arbeiten, aber das war unsere bewusste Entscheidung. Nach der Geburt hat er aber 3 Wochen Urlaub genommen.

  10. Liebe Rosalie, ein ganz spannender Kommentar, der zeigt, wie unterschiedlich wir doch alle sind. Vermutlich hast Du recht – am besten wäre es, wenn jeder sich sein Modell flexibel selber aussuchen könnte. ich kenne das Gefühl auch, dass es angenehmer ist, bei der Arbeit zu sein und den Kopf einzusetzen und eben nicht bei nölenden Kindern zuhause zu hocken. Momentan geniesse ich es aber tatsächlich, mal die Fronten zu wechseln und zuhause zu sein. Alles hat ja seine Zeit im Leben 😉

  11. Liebe Andrea, wir haben es damals eben so gelöst, dass mein Mann auch auf 80% reduziert hat. So hatte er einen Tag ganz für sich und die Kleine, und ich denke, das hat beiden gut getan. Jetzt beim zweiten Kind hatte ich stark das Bedürfnis zuhause zu bleiben. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, den Kleinen loszulassen 😉 ich geniesse jeden Augenblick!

  12. In unserem Fall ist das schon ok gewesen. Dadurch das mein Mann bei VW als Ingenieur arbeitet, ist das händelbar. Dazu gibt es ja noch das Kindergeld in Höhe von 184 Euro. Das legen wir aktuell zur Seite.

    Beim zweiten Kind würde ich jetzt wahrscheinlich nur den Mindestbetrag von 300 Euro (gesplittet dann 150 Euro) bekommen. Für Geschwister unter drei gibt es dann wohl noch nen Geschwisterbonus von 75 Euro, aber das werden wir wohl nicht mehr ganz schaffen 🙂
    Und nicht zu vergessen ebenfalls wieder Kindergeld.

    Ich bin wirklich so froh, das die Arbeit meines Mannes das ermöglicht (auch wenn viele vielleicht die Hände über dem Kopp zusammenschlagen) und ich die Zeit mit meiner Kleinen verbringen kann.

    LG Nicola

  13. Hallo… ich bin deutsche und kenne alle 3 modelle ( DEUTSCHLAND, Oesterreich und Schweiz) Mein sohn kam in oesterreich zur welt…wo ich ein Jahr mit ihm zu hause geblieben bin und dann das einkommensabhaengige elterngeld erhalten hab ( gibt ja 5 varianten in oesterreich). Nach dem jahr bin ich in die schweiz und wieder 80-60% arbeiten. Wir konnten die elternzeit leider nicht aufsplitten. Da der kindsvater in der schweiz gelebt hatte zu dem zeitpunkt. Jetzt leb ich seid fast 5 jahren in der schweiz und ich muss sagen…ein 2. kind zu bekommen stellt ein grosses finanzielles problem dar. Ich moechte natuerlich wieder mind. 1 jahr zu hause bleiben..aber 16 wochen? Und dann? Muss man das stillen aufgeben und einen job in schichten…is wahrlich eine herausforderung…. annehmen. Ich bin krankenschwester und mein freund baecker…wir arbeiten beide in schichten und wochenende…grosseltern sind nicht wirklich da und eine so flexible tagesmutter zu finden ist nicht gerade einfach… bisher hab ich eine…sie ist allerdings bereits 68jahre und hoffe sie kann noch eine weile fuer uns da sein… wir sind auf beide gehaelter angewiesen, unter 60% kann ich wegen der kinderbetreuungskosten gar nicht gehen…wuerde die elternzeit in der schweiz verlaengert werden…waere fuer
    uns das, wie ein 6er im lotto… eine unbeschwerte zeit im ersten jahr…
    P.s: man koennte sozialhilfe beantragen…klar…die darf man allersings bis 15jahre nach inanspruchnahme voll zurueck zahlen… und 20 000chf fuer ein jahr elternzeit… is wahrscheinlich ein schuldenberg der viele jahre erarbeitet werden muss

    1. Es ist unfassbar…ich überlege auch noch ein kind zu bekommen.Meine Tocher 16 und mein Sohn 6… sie sind beide in Leipzig geboren…bei meiner Tochter war ich eh in der Ausbildung ..da war ich 1 Jahr zu Hause.Bei meinem Sohn habe ich schon in der Pflege gearbeit …als ich schwanger wurde …habe ich meinen Arbeitgeber informiert …der mir auch gleich sagte …das ich in den Beschäftigtigungsverbot gehen soll..ich habe erstmal Panik bekommen…aber war ne gute Idee …da ich jeden Monat mein volles Gehalt bekommen habe natürlich ohne Zuschläge und dann nach 9 Monaten war ich noch 1Jahr zu Hause.Dann sind wir in die Schweiz gezogen.Ich informiere mich hier schon wie ne verrückte und stosse immer wieder an meine Grenzen wie rückständig die Schweiz ist….ich bin froh das ich nur 50%im Nachtdienst schaffe und mein Freund 100%auch im Nachtdienst…da kann man sich abwechseln.

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