So habe ich die 40 gefeiert

*Dieser Blogpost enthält Werbung zu Sendmoments, meinem Lieblingskartenhersteller.*

Ich schulde euch noch den Bericht zu meinem 40. Geburtstag. Here we go.

Mir war schon lange klar, dass ich meinen 40. Geburtstag gebührend feiern wollte. In meinem Kopf malte ich mir aus, was ich genau unternehmen würde und wie die Einladungskarten auszusehen hatten. Dann sagte mein Mann eines Tages plötzlich: «Wie, Du organisierst das alles selbst? Ich dachte, ich überrasche Dich?!»

Ähm ja. Wer mich kennt, weiss, dass ich ein Problem mit Kontrollverlust habe (Flugangst und so…). Oder anders gesagt: Ich bin ein Kontrollfreak. Ein Besserwisser. Isso. Mit 40 darf man das ruhig sagen.

Es herrschte also betretenes Schweigen.

Wir einigten uns dann darauf, dass ICH die Einladungskarten gestalte (bei Sendmoments, Sponsor der Swiss Blog Family 2017) und die Gästeliste zusammenstelle. Ihr kennt doch das Lied «It’s my party, and I invite who I want to.» Naja so halb. Jedenfalls nicht auszudenken, wenn mein Mann die falschen Leute einladen würde! Für den Rest hatte er freie Hand.

Ich kreierte also voller Vorfreude meine Einladungskarten. Das macht irre Spass! Die Einladungen standen unter dem Motto «The best is yet to come» (logo!). Das Besondere: Den Platz für den Treffpunkt liess ich bei der Gestaltung aus. Der Treffpunkt wurde dann von meinem Mann vor Bestätigung der Kartenbestellung ergänzt, so dass ich die Location nicht sehen konnte. Auf der Rückseite der Einladung stand zudem, dass man sich unbedingt bei meinem Mann und nicht bei mir anmelden sollte. Das Gut zum Druck der Karte liessen wir von Sendmoments an die Mailadresse meines Mannes senden, damit ich wirklich nichts mitbekam. Ich ging wie auf Kohlen!! Es war eine Tortur für mich. Aber am Ende sahen die Karten natürlich klasse aus:



Keiner durfte was sagen

Ich war unsicher, ob sich alle dran halten würden, aber tatsächlich hat seit Januar, als ich die Karten verschickte, KEINER der Eingeladenen sich auch nur ansatzweise zur Einladung geäussert. Nicht einmal ein «Danke für die Einladung» kriegte ich zu hören. Nix. Nada. Niente. Es war, als hätte es nie eine Einladung gegeben. Als würde ich nicht 40 werden.

Mit meinem Mann hatte ich besprochen, dass ich gerne eine Tagesparty feiern wollte. Als Eltern ist man abends ja nicht wirklich ausser Rand und Band. Ich wollte eine lockere Atmosphäre und viel Kinderlärm. Ich wollte Cocktails trinken, ich bin ja schliesslich Mama on the rocks. Das war die Ansage. Was er daraus machen würde? Ich wusste es nicht. UND KEINER VERRIET ES MIR!!!

Anfang März wurde ich immer nervöser. Wer würde kommen, wer nicht? Und wo würden wir uns treffen? Dieses Nicht-Wissen, eben der Kontrollverlust, machte mich fertig:

Am Montag vor der Party entschloss ich mich dann spontan, ein Cocktailkleid zu kaufen. Wann hat man schon die Gelegenheit, sich in Schale zu werfen, ohne dass es peinlich wird, weil man overdressed ist?! Ich hatte eine vage Vorstellung von einem Kleid im 60er-Jahre-Stil. Und dann das: Es war Liebe auf den ersten Blick!

Am Abend vor meinem Geburtstag stand ich vor Aufregung kurz vor dem Kollaps. Tipp: Keine Aufregung mehr mit 40. Das kommt nicht gut.

Ich habe es dann aber natürlich trotzdem geschafft, nicht komplett durchzudrehen. Wobei ich ja am Morgen des Geburtstags erstmal geheult habe, als ich auf Twitter dieses spektakuläre Video von meiner Freundin Vivi von Mama 2.0 erhalten habe:

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg – ich wusste immer noch nicht, wohin. Am Ende war die Überraschung mehr denn gelungen: Wir feierten in einem Mexikanischen Restaurant in Basel, meiner Heimatstadt. Es gab Cocktails und Nachos und andere mexikanische Köstlichkeiten. Eine Live-Band spielte mexikanische Musik.




Die Gäste trudelten einer nach dem anderen ein und bei jedem freute ich mich sehr. Ein paar Tränchen vergoss ich, als ich meine Patentante und meinen Onkel nach langer Zeit wieder einmal sah. Mein Verlagsteam war auch fast vollständig zugegen – weil für mich die Arbeit auch meine Familie ist.

Völlig aufgelöst war ich dann, als plötzlich meine Freundinnen Susanne von Ich lebe! Jetzt! und ihre Familie sowie @endwinterwunder von Herz & Buch vor mir standen. Damit hatte ich nie im Leben gerechnet!! @endwinterwunder steckte eigentlich wegen des Fluglotsenstreiks in Berlin fest und fuhr mit dem Zug nach Nürnberg, wo sie dann mit Susanne und Co. im Auto weiter nach Basel fuhr. Ist das zu glauben?! Das hat mich echt aus der Fassung gebracht. Beide übernachteten dann am Abend mit Kind und Kegel bei uns. Als Geschenk gab es von ihnen eine Kette und ein Armband, das uns nun alle drei verbindet:


Auch mit 40 kann man noch mitten im Leben stehen, Freundinnen haben und richtig feiern. Krass, oder?

4 Gedanken zu „So habe ich die 40 gefeiert

  1. Du sahst umwerfend aus! Die 40 steht dir! Danke fürs Teilen des Videos! Ich bin immer noch ganz überwältigt von den unzähligen positiven Reaktionen darauf bei Twitter. Aber am meisten bedeutet mir, dass es DICH berührt hat <3

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