Startschuss

Das Leben als Kolumnistin ist spannend. Fünf Wochen lang habe ich für den Blick am Abend auf der letzten Seite Alltägliches aus meinem Leben preisgegeben – und mit Erfolg wie ich sagen darf. Ich wurde von Tag zu Tag und Woche zu Woche weiter gewählt und kann eine Durchschnittsquote von 86,4% der Leserstimmen vorweisen. Nach der 25. Kolumne habe ich allerdings forfait gegeben, was zu einem Sturm der Entrüstung in meinem Bekanntenkreis geführt hat. Nun gut, Freunde, Familie und Bekannte müssen ja entrüstet reagieren, sonst wären sie ja nicht meine Freunde, Familie und Bekannte. Aber dass Milena Moser mir nach meiner Abschlusskolumne geschrieben hat, ich solle unbedingt weiterschreiben, hat mich dann doch erstaunt. Ich fühle mich geehrt, dass meine Kolumne einen solchen Anklang fand.

Als weiteren Erfolg konnte ich zudem zwei Flaschen Wein von meinem (nun Ex-)Mobilanbieter einheimsen, der sich für die am 2. Oktober 2009 in meiner Kolumne beschriebenen Unannehmlichkeiten entschuldigte. Der Kundendienst von IKEA schrieb mir eine Mail, in der man sich herzlich (und witzig!) für den Faux-pas bei der Vitrinenbestellung (Kolumne vom 5. Oktober 2009) entschuldigte. Ich erhielt als Trostpflaster zwei Essensgutscheine für das IKEA-Restaurant – Hackbällchen und Schwedentorte leben hoch!

Tja, nun hätte ich noch über Mercedes, Migros und Manhattan schimpfen können, in der Hoffnung, Gutscheine und Entschuldigungen einzuheimsen. Und trotzdem habe ich freiwillig aufgehört mit der Kolumne… Warum? Leute, die Antwort ist ganz einfach: In spätestens zwei Wochen bin ich Mutter einer kleinen Tochter. Es lag einfach nicht mehr drin, jeden Tag zu schreiben, 100% zu arbeiten und dann noch den dicken Bauch vor mir herzuwiegen. Da ich jedoch sehr gerne schreibe, versuche ich mich jetzt auf diesem Weg – als Bloggerin.

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