Suse von Ich lebe! Jetzt! träumt realistisch #AntiAdventskalender

Im Dezember machen zahlreiche Gastautoren bei meinem ANTI-Adventskalender mit, bei dem sich alles um die Frage dreht: Was erwartet uns 2016? Ein bisschen Tschakka und Glitzer im Leben muss nämlich auch 2016 sein!

Suse von Ich lebe! Jetzt! hat etwas Tiefgründiges an sich, das ich nicht benennen kann. Ihre Seele scheint mir sehr alt zu sein. Und momentan auch etwas müde, wenn ich das so sagen darf. Und Suse darf müde sein (wie wir alle!). Müde vom Alltag mit drei Kindern, dem Haushalt, Ehemann, der Arbeit als Übersetzerin, der Weiterbildung zur Journalistin. Ja, es ist etwas gar viel los zurzeit. Ihr Tschakka ist deshalb ein Kontrapunkt zu Béas Tschakka von gestern. Und das ist auch gut so. Denn auch die leisen Töne sind 2016 nicht fehl am Platz. In sich gehen. Sich neu überdenken, positionieren. Sich spüren. Suse ist Realistin. Und doch spüre ich bei ihr, meiner Freundin, einen ganz starken Drang nach Gehört werden wollen, nach beruflicher Selbstverwirklichung. Dein Tag wird kommen, Suse, davon bin ich überzeugt! Für Suse würde ich übrigens sofort alle Hebel in Bewegung setzen und losrennen. So eine ist sie. Ich habe auch schon mal mit ihr eine Nacht in einem Bett verbracht (bei Mama Schulze, aber das ist eine andere Story!), wo wir Tränen gelacht haben wie zwei kichernde Teenies. Und: Sie organisiert zusammen mit Sven vom Blog Zwillingswelten die denkst-Bloggerkonferenz nächsten Frühling in Nürnberg. Wer uns also im Team sehen will: Meldet euch an, es hat noch Plätze frei!

(c) Fotolia
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Wenn man eingeladen wird, einen Gastbeitrag zu schreiben, dann freut man sich über die damit ausgedrückte Wertschätzung. Werde ich jedoch gebeten, für Mama on the Rocks zu schreiben, bekomme ich Schweißausbrüche und Panikattacken ob dieser Aufgabe. Denn als Journalistin weiß Séverine, wie es geht. Wie man es richtig macht. Ich selbst übe noch.

Wobei wir auch schon beim Thema sind: Was erwartet mich 2016?

Wäre ich Bibi Blocksberg, würde ich mich heimlich in Mama Barbaras Hexenlabor schleichen und einen Blick in die verbotene Zauberkugel riskieren. Zwar besitze ich Mama-Superkräfte, doch diese Art von Magie hat sich mir noch nicht erschlossen. Deswegen muß ich einmal in Ruhe einen tiefen Blick in meine Kaffeetasse werfen und darüber nachdenken.

Schnell kommt der Gedanke an perfektes Zeitmanagement, strukturiertes Arbeiten und ein Mehr an Aufgaben in den Tag packen. Karriere machen und immer genügend Nerven für die Familie übrig haben, mich selbst verwirklichen… Doch HALT!

Ist es das, was ich mir wünsche, oder möchte ich lediglich Erwartungen, die von außen an mich herangetragen werden, erfüllen?

Seit ich das Erststudium beendet habe, bin ich immer irgendwie im Beruf. Auch nach den Geburten habe ich wenig Pausen gemacht. Man muß ja «dran bleiben», «einen Fuß in der Tür behalten». So habe ich immer selbständig gearbeitet, und – wenn sich die Gelegenheit bot – befristete Jobs angenommen, die gut in den Lebenslauf paßten. Damit nicht genug, als das jüngste Kind knapp zwei war, begann ich mit dem Fernstudium Journalismus. Schließlich muß man sich ja auch weiterbilden.

Das Studium macht noch immer großen Spaß, denn hier erwerbe ich das theoretische Handwerkszeug zum Schreiben. Das Studium beschert mir aber auch seit zwei Jahren regelmäßig ultra kurze Nächte, in denen ich Theorie lerne, die ich dann versuche, praktisch umzusetzen. Immer mit dem Anspruch, den perfekten Text abzuliefern.

Geplant war, Ende des Jahres fertig zu sein, um mich dann als vollwertige Journalistin um eine Festanstellung zu bemühen. Festzustellen, daß das schier unmöglich ist, brachte mich schier zur Verzweiflung.

Doch ein erneuter Blick in die Kaffeetasse aka meine tiefschwarze Seele läßt mich entspannt eines erkennen: Den ganzen Druck mache ich mir selbst. Sonst niemand. Meine Pläne sind einfach in dieser Form nicht durchführbar. Und 2016 muß ich einfach nur umplanen, dann klappt es auch mit mehr Zufriedenheit. Der Tag hat voraussichtlich auch im neuen Jahr nur 24 Stunden, von denen ich persönlich nächtlich mindestens sechs brauche, um meine Nerven auszuschlafen. Ohne Schlaf bin ich nämlich ein nervliches Wrack. Maule die Kinder an, und die – Oh Wunder! – maulen zurück. Stimmung dahin. Alle genervt.

Ziel ist es also, einen realistisch umsetzbaren Zeitplan aufzustellen, in dem auch Phasen des Nichtstuns und Auftankens eingeplant werden. Und in denen ich mich auch wieder an den kleinen Dingen des Alltags erfreuen kann. Meinen Traum vom professionellen Journalismus werde ich erreichen, es dauert eben den Umständen halber entsprechend länger. Schließlich ist ja auch noch der andere Traum von der glücklichen Familie umzusetzen.

Um es mit Ella Fitzgerald zu sagen: Laß dich nicht davon abbringen, was du unbedingt tun willst. Wenn Liebe und Inspiration vorhanden sind, kann es nicht schiefgehen.
Sagt mein Kaffee. Der jetzt kalt ist.

Deswegen schenke ich mir jetzt ein Glas Prosecco ein und stoße mit Euch auf ein neues Jahr mit neuen, tollen Möglichkeiten an!

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