Wie mache ich bei einer Blogparade mit?

Wie ihr wisst, führe ich gerne Blogparaden durch und mache auch bei Blogparaden von anderen Bloggern mit. Gerade bei der Auswertung meiner jüngsten Blogparade #MissionFood4Kids habe ich gemerkt, dass einige von euch nicht so genau wissen, worauf es bei einer Blogparade ankommt bzw. was bei einer Auswertung entscheidend ist. Deshalb möchte ich gerne diese Lücke schliessen und euch hier aufzeigen, wie das so funktioniert.

Was ist eine Blogparade?

Bei einer Blogparade machen die unterschiedlichsten Blogs mit, um über Thema X zu referieren. Wie man dabei das Thema auslegt, bleibt jedem Teilnehmer selber überlassen. Es kann eine Antithese sein, eine Kurzgeschichte, eine flammende Rede, ein Plädoyer, Brief… wie auch immer. Es muss aber zum Überthema passen.
Auf Twitter wird eine Blogparade gerne mit einem Hashtag, also mit einem # versehen, damit alle Beiträge zum Thema gesucht und vor allem gefunden werden können. Das gleiche gilt für Facebook. Wollt ihr also selber eine Blogparade durchführen, dann denkt euch einen tollen, griffigen Hashtag aus.
In der Blogparade reihen sich die einzelnen Beiträge zu einem grossen Ganzen zusammen.

(c) Fotolia
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Sinn einer Blogparade: Was bringt das Ganze eigentlich?

Als Blogleser kann ich von Blog zu Blog hüpfen und ein Thema unter verschiedenen Aspekten betrachten. Ich persönlich erstelle bei meinen Blogparaden immer eine thematische Auswertung inkl. Interpretation der Ergebnisse bzw. Beiträge. Was ist mir beim Lesen der einzelnen Beiträge aufgefallen? Wo gibt es Übereinstimmungen, wo nicht? Welche Tipps kann ich für die Leser meines Blogs zusammenfassen? Ein Thema, das vielen unter den Nägeln brennt, kann so sehr vielschichtig und viel fundierter interpretiert werden als in einem Beitrag alleine. Das ist sowohl für die Leser als auch die einzelnen Blogs spannend.

Dem Teilnehmer einer Blogparade ermöglicht sein Beitrag, mehr Leser zu akquirieren. Leser, die den Blogger bisher nicht kannten, kommen über den Hashtag auf den Blog. Durch (m)eine Auswertung der Parade inkl. Permalinks werden ebenfalls neue Leser auf den Blog gespült. Beim Lesen der einzelnen Beiträge entdecke ich persönlich zudem neue Blogs, die mir gefallen und die ich weiterverfolge. Ich twittere die Links eurer Beiträge, retweete euch, poste auch mal bei Facebook. Neue Blogperlen promote ich auch als solche. Zusammengefasst: Ihr kriegt mehr Traffic, nicht nur durch den Blogparadeninitiator, sondern auch durch die anderen Blogparadenteilnehmer, die sich dafür interessieren, was andere zum Thema zu sagen haben. Ein Schneeballprinzip!

Netiquette

Lasst euch nicht täuschen, das Durchführen einer (erfolgreichen) Blogparade bedeutet viel Arbeit. Ich lese mich durch alle Beiträge durch und analysiere sie. Es sind Stunden, die ich aufwende. Und ich tue es gerne! Die Netiquette besagt, dass mein Aufwand honoriert wird, indem der Blogparadenteilnehmer in seinem Beitrag auf mich verlinkt, im Sinne von «wuahsuperdupertolldieMamaOTRhateineBlogparadeamLaufenunddarumgehtes». Ich kriege also ebenfalls einen Backlink von euch. Da es sich nicht um Werbung handelt übrigens immer als Do-Follow – ich mache das mit euren Beiträgen genauso.

Vorgehensweise

Wenn ihr gesehen werden wollt, dann bitte bitte verlinkt euch unter dem Aufruf zur Blogparade, den ihr ja gelesen habt und gemäss Netiquette bei euch im Blogpost ebenfalls verlinkt. Meistens offeriert der Blogparadeninitiator eine Verlinkung mittels Inlinkz. Ist dies nicht der Fall, hinterlasst einen Link bei den Kommentaren. Warum? Weil der Blogparadeninitiator sonst nicht sieht, dass ihr an der Blogparade teilgenommen habt! Ich persönlich mag nämlich nicht im Nirvana nach Beiträgen suchen, die Auswertung ist so schon aufwändig genug (nix für ungut, aber ist so). Das gleiche gilt für Twitter: Schickt dem Blogparadeninitiator doch eine Mention eures Beitrags, dann retweetet er euch garantiert in seine Timeline.

Noch ein Tipp

Was mir bei der aktuellen Blogparade aufgefallen ist: Wenn ich einen einzelnen Beitrag via Twitter teilen wollte, haben viele (wirklich viele!) Blogs, die durchaus auf Twitter präsent sind, KEINE automatische Mention installiert. Leute, das solltet ihr so oder so dringend ändern, ihr kriegt sonst nie mit, wenn euch jemand auf Twitter teilt!
So sieht das bei mir aus (und sollte es bei euch auch), wenn man einen Beitrag per Twitter teilt:

 

Hier in blau markiert: die Mention
Hier in blau markiert: die Mention

Nachtrag auf Wunsch von Mutter&Söhnchen: Tipps für den Blogparadeninitiator

@Marsha _ fragte hier in den Kommentaren nach dem richtigen Zeitpunkt für eine Blogparade und nach der Themenfindung. Hierzu kann ich sagen: das hängt zusammen. Es gibt Themen, die sich durch die Aktualität ergeben. Als sich im Januar plötzlich viele Schwangere auf Twitter outeten, initiierte ich spontan #Bauchgefühl – und fiel damit beinahe auf die Nase, weil sich die schwangeren Bloggerinnen angegriffen fühlten. Aktuell war es aber allemal. Auch andere meiner Blogparaden ergaben sich durch Diskussionen auf Twitter. Man erkennt mit etwas Übung schnell, ob sich ein Thema für eine Parade anbietet. Pro-Tipp: Nie nachfragen, ob man eine Blogparade daraus machen soll. Plötzlich finden nämlich auch andere die Idee super und wollen die Parade selber starten. Oder alle wollen es und keiner traut sich, den Anfang zu machen. Chaos garantiert! Was zählt: eigene Ideen! Nie die Idee eines anderen klauen. Wenn also jemand sich dazu äussert, dass er eventuell eine Blogparade zu Thema X machen will: nicht dazwischengrätschen!

Die meisten meiner Blogparaden entstehen aber nicht als Schnellschuss, sondern wachsen in mir. #MissionFood4Kids hatte ich schon ein paar Monate im Kopf, ohne den genauen Zünder zu kennen. Es rumorte einfach in mir, dass Copperfield so schlecht isst. Und als ich dann in Spanien etwas für die Kinder zum Essen suchen musste, kam ich mir plötzlich wie ein Höhlenmensch auf der Suche nach Nahrung vor. Die Idee war geboren.
Ich setze mich also nicht hin und denke: Was für eine Blogparade könnte ich denn jetzt wieder mal starten? Das Thema reift in mir, es muss gut sein, etwas hergeben. Wichtig auch die Überlegung: Können bei dem Thema möglichst viele Blogs mit unterschiedlichen Ansichten mitmachen? Kalten Kaffee interessiert keinen. Eine Blogparade würde ich zudem nie am Wochenende starten, sondern eher Anfang/Mitte Woche und gegen Abend.
Meine persönliche Meinung: Ihr solltet entweder sozial gut vernetzt sein (Follower!) oder sagen wir mal mindestens 10’000 Views, eher mehr, pro Monat haben. Nur durch die Masse schafft man es, genügend Blogparadenteilnehmer zu mobilisieren. Aber das hat mich damals auch nicht davon abgehalten, meine erste Blogparade zu starten. Habt einfach Mut – wer weiss, vielleicht schlägt eure Blogparade ja ein?

Bloganalyse zu gewinnen

Da es seit dem letzten Mal wieder eine Weile her ist, biete ich euch aktuell eine Analyse eures Blogs an, den ich dann hier auf dem Blog vorstelle. Was ist gut gemacht auf eurem Blog, was kann man verbessern? Welche Beiträge fand ich toll, was empfehle ich? Das ist natürlich immer subjektiv aber hey: No risk no fun.

Kommentiert diesen Beitrag bis 20. April und ihr nehmt automatisch an der Verlosung teil. Wer keine Analyse will, kann trotzdem kommentieren und eine Tafel Schweizer Schoggi gewinnen. Viel Glück!

Ich freue mich, wenn Du den Beitrag teilst:

28 thoughts on “Wie mache ich bei einer Blogparade mit?

  1. Was mir hier noch fehlt ist was zur Themenfindung und Zeitpunkt für ne Blogparade. Bei meiner letzten war die Beteiligung eher so mau – lags am Thema oder an den Ostertagen?

    Eine Auswertung meines Blogs würde mir echt viel bedeuten – ich weiß deine Meinung nämlich sehr sehr zu schätzen.

  2. Hallo, meine bisherige Teilnahme an Blogparaden ist sehr übersichtlich… Deine Hinweise sehr hilfreich.
    Dein Preis ist wirklich sehr verlockend und so hüpfe ich gern mit in den Lostopf!

  3. Ich kommentiere auch mal mit, denn: Ich kann das BEispielfenster (Teilen auf Twitter)vom Explorer nicht zur Seite schieben. Will meinen, es liegt über dem letzten Abschnitt von deinem Beitrag. Ist scheinbar ja nur bei mir so zu sehen. Komisch. Deshalb weiß ich nicht, was du im letzten Abschnitt geschrieben hast.
    Soweit ich Anfängerin das verstanden haben, habe ich das mit den links alles so gemacht, wie man es macht. Falls nicht, dann interessiert mich natürlich wie es richtig geht. So, dann verbleibe ich mal so. Lg

    1. Das ist ein Screenshot von einem alten Beitrag, den kannst Du nicht zur Seite schieben 😉 Es soll nur zeigen, wie das bei mir aussieht, wenn man einen Artikel von mir auf Twitter teilt. Bei vielen Blogs der Blogparade musste ich den Twitternamen nachrecherchieren, das ist mühsam.

  4. Haddu schöön erklärt ☺

    Deine Mission4food hab ich leider verpasst. Dabei kommt bald was über “mit Kindern essen” auf meinem Blog.

    Bei mir ist es zur Zeit eng mit metime und bin froh über #meibestelternblogbeitragdemo das beste nicht zu verpassen.

    Über eine Analyse von dir würd ich mich riesig freuen.

    Lg

      1. Dank dir für dein Lob meiner monatlichen Aktion.

        Ja der # ist lang, hab auch viel gegrübelt. Aber der Wiedererkennungswert inzwischen ist glaub recht hoch.

  5. Danke für den post. <3
    Im ganzen weiß ich ja wie sowas geht, bin aber immer recht unsicher, weshalb ich bis jetzt lieber nur mit gelesen & nicht mitgemacht habe bei solchen Aktionen.

    Mein blog ist nur hobby & das design erstmal extra schlicht. Bis vor einen Monat habe ich auch viel experimentiert was ich überhaupt online bringen will & habe jetzt erst raus gefunden was ich will.
    Aber mal son kleiner Blick drauf wie es auf andere wirkt & was ich besser machen könnte, wäre wirklich toll.

    LG Nicky

  6. Danke erstmal für diesen Infopost! Hab ich voller Interesse gelesen – da ich noch relativ neu in der Bloggerwelt bin, ist das für mich doppelt interessant.
    Und genau so verhält es sich mit dem tollen Preis! Eine Blog-Analyse – das wär’s…
    Ich hüpf also total enthusiastisch in den Lostopf!!
    GLG aus Österreich

  7. Du hast wirklich ein Händchen für Blogparaden! Ich schreibe da immer sehr gerne mit! Danke, dass du dir den Aufwand machst! Speziell die Zusammenfassungen sind wirklich interessant jedes Mal!

  8. Wow – wieder was gelernt! Merci viel mal für die Erklärung einer Bloggerparade. Was es alles gibt 😉
    Ich Versuch auch mal mein Glück für eine Analyse bin ich immer offen – man kann ja nur dazulernen.

  9. Liebe Sèverine, danke schön für die hilfreichen Tipps und Deine Mühe, dass Du die Blogparade #MissionFood4kids so ausführlich und interessant ausgewertet hast. Manches von Deinen Tipps ist meiner Meinung nach selbstverständlich (z. B. die Verlinkung zum Blogparaden-Organisator).
    Über eine Blog-Analyse von Dir würde ich mich sehr freuen, denn ich schätze Dich sehr und bin sicher, dass Du gute und hilfreiche Optimierungsmöglichkeiten bei mir findest.
    Hoffentlich hab ich Glück!
    Liebe Grüße,
    Reni

  10. Ha die Schweizer Schokolade hat es mir angetan 😉 Aber eine Bloganalyse aus deine Hand wäre auch cool. Obwohl ich doch etwas Bedenken habe, was du für Baustellen bei mir findest 😨
    Lieben Gruß, Wiebke

  11. Der Techniklegasthniker hebt streckt seinen Arm ganz weit nach oben.
    Danke für die tolle Erklärung. Ja, genau so etwas brauchen Blogger wie ich 😉 Danke für dene Zeit und deine Mühe. Du bist wunderbar

  12. Ich hab noch nie bei einer Blogparade mitgemacht… Bin eher neu in der Bloggerwelt, lese aber solche Beiträge jeweils sehr gern, da sie immer so schön verschiedene Meinungen und Sichtweisen zu einem Thema aufzeigen… Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen, die nehmen die “Angst” =)
    Auch wenn mein Blog thematisch nicht ganz zu deinem passt, hüpfe ich doch gerne in den Lostopf… Dein Blog gehört zu meinen Vorbildern – und etwas verbessern kann man ja wohl immer… =)
    Liebe Grüsse
    Debby

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