I had a shit day

«Just when I think it can’t get worse, I had a shit day (no!) You had a shit day (no!), we’ve had a shit day (no!)»
– PINK! –

hangover
Manchmal läuft alles schief im Leben. Es gibt die traurige Variante davon, wenn geliebte Menschen sterben, man den Job verliert, jemand schwer krank wird. Bei mir war das 2012 der Fall: zwei Fehlgeburten, Jobverlust, Autounfall (ich), Unfall mit gebrochenem Sprunggelenk (mein Mann), Todesfall in der Familie – you name it. Wie ich mich selber wieder aus diesem Sumpf gezogen habe, habe ich im Blogpost Meine zehn Lektionen über das Leben bereits einmal verbloggt.

Manchmal passiert einem aber auch einfach nur krasser Scheiss am Laufband. Meine Top 5 innert kürzester Zeit:

Shit-day-Moment 1

Ich war mit Copperfield in Basel unterwegs, um die Eventlocation für die erste Swiss Blog Family zu inspizieren. Ich parkte im Parkhaus beim Kongresscenter (Muba). Mit Kinderwagen unterwegs ging es flott vorwärts. Nach dem Meeting musste ich nämlich pünktlich zum Mittagessen kochen wieder zuhause sein. Als ich nach einer Stunde wieder beim Parkhaus war, wurde mein schlimmster Alptraum war: DAS TICKET WAR WEG. Echt jetzt. Nix in der Handtasche. In Panik ging ich mit Kleinkind und Kinderwagen bepackt zum Auto im 5. Stock. Hatte ich es liegengelassen? Auch dort kein Ticket. Ich las nach: Bei Verlust des Tickets 300 CHF Gebühr. Wahhh!!!! 300 Franken für eine Stunde parken!!! Ich begann zu schwitzen, lief mit Copperfield unterm Arm zum Auto-Eingang des Parkhauses. Vielleicht konnte ich dort einfach ein neues Ticket….? «Ohne Auto kein Ticket» erschien in fiesen Lettern auf dem Display. Verdammter Mist!!! Ich hörte die Uhr in mir lauter ticken als jede biologische. Dazu noch die Zeitbombe Kleinkind unterm Arm. Zu Hilfe!
Mir blieb nur eine Wahl: Ich lief den Weg nochmals ab. Gibt es einen Gott? Es muss – denn ich fand das Ticket tatsächlich auf der Strasse in einem goldenen Sonnenstrahl liegend. Halleluja!

Shit-day-Moment 2

Am selben Tag war es nachmittags sehr heiss. Ich versprach Copperfield, dass er im Garten im Becken plantschen durfte. Jubel. Ich wollte den Wasserhahn aufdrehen, um das Becken zu füllen. Es tat sich nichts. Ich ruckelte am Schlauch – da explodierte die Halterung. Aus dem Wasserhahn spritzte das Wasser im Turbo-Speed-Verfahren auf die Wiese. Innert Sekunden stand ich in einem Sumpf aus Gras, Erde und Wasser, verzweifelt am Griff hantierend, der komplett blockiert war. Und ich? War bis auf die Unterhose durchnässt. Erst der von den Kindern herbeigerufene Nachbar konnte mich aus meiner misslichen Lage befreien und mit einem souveränen Handgriff den Hahn schliessen. WTF?! Möp.

Shit-day-Moment 3

Am selben Tag wollte ich mir auf diesen Stress hin ein Glas Sangria gönnen. On the rocks und so. Ich trank also gierig gemütlich einen Schluck aus dem Glas, da flitzte plötzlich der splitterfasernackte Copperfield vom Plantschbecken ins Haus – er rutschte aus und fiel mit einem deftigen WUMP auf den Steinboden. Ich erschrak darüber so sehr, dass ich prompt die komplette Sangria durch die Nase zog. Ich kleiner Revoluzzer.

Shit-day-Moment 4

Ich liess Copperfield kurz alleine. Was ich vorfand, als ich ihn dann beunruhigt suchte: Kleinkind mit Zahnpasta über dem ganzen Gesicht verteilt und LadyGagas Zahnbürste in der Hand. Später nahm er noch den Windeleimer auseinander und verteilte den Inhalt in seinem Zimmer. Don‘t ask.

Shit-day-Moment 5

Zur Verabschiedung der Lehrerin wurden an der Vorschule Schokoküsse aus der Bäckerei verteilt. Ich wollte meinen erst später essen und verpackte ihn in einer Serviette in meine Liebeskind-Tasche. Noch später war ich unterwegs zu einem Business-Termin mit einem Arzt. Ich nahm mein Magazin mit und stopfte es in die Handtasche. Am Ziel angekommen, stutzte ich, woher dieser Zahnpastastreifen auf der Tasche kam…? War das noch von Copperfield? Ich nahm das Magazin aus der Tasche und erkannte erst dann das komplette Ausmass eines regelrechten Schoko-Zucker-Eiweiss-Massakers. Alles war klebrig – alles!!! Nein, nicht klebrig, es war eine regelrechte SAUEREI. Ich konnte aber nur das Nötigste putzen und musste die Hilfeschreie meiner Liebeskind noch zwei Stunden lang beim entspannten Smalltalk mit dem Arzt souverän ignorieren, bevor ich sie zuhause einer gründlichen Reinigung mittels meiner bitteren Tränen unterziehen konnte.

Wenn ich es mir recht überlege, wäre wieder eine Sangria fällig.

Hattet ihr auch schon mal einen solchen Shit day?

Ich freue mich, wenn Du den Beitrag teilst:

5 thoughts on “I had a shit day

  1. Shit day im wahrsten Sinne des Wortes! So witzig schreibst Du das! Erstes Mal schallend gelacht bei Wasserexplosion, zweiter Schallerer beim bildlichen Vorstellens des Sangria-Saug-Manövers. Danke, jetzt kann ich die Kiste beruhigt abschalten! U made my day und alles Gute für Dich. Es mögen Dir rote Rosen regnen und ganz viele Happy Moments anfliegen. Das genügt ja für ein Jahr!

  2. Huhu!
    Du Arme -DAS hört sich wirklich übel an! Immer wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer – dann geht es noch schlimmer!
    Aber du schreibst das so witzig! Wünsch dir trotzdem noch eine tolle Restwoche 😉
    Anne

  3. War jetzt weniger lustig, aber so Tage kennt jeder, vor allem mit Kindern. Mittlere (damals 5) beim Liftfahren auf der Schipiste ausgerutscht und Älteste fuhr ihr mit der Schikante übers Kinn, Fazit: Schöner roter Schnee und riesige klaffende Wunde, die genäht werden musste. Ich also ab zum Hausarzt (zum Glück in der Nähe der Schipiste), komm mit einem mit 7 Stichen genähtem Kind wieder zurück, ist die Älteste auf einer Eisplatte ausgerutscht und hat sich schlimm das Knie verdreht. Ich wieder los zum Hausarzt. Musste natürlich geröntgt werden, ab ins Krankenhaus. Ich also bei unserer Einfahrt mit dem Auto rückwärts raus, in einen nagelneuen BMW rein…den Tag vergess ich echt nie!

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