Was diese Frau so alles trieb… im 2020

Ein Jahr wie kein anderes neigt sich dem Ende zu – die Pandemie hat alles auf den Kopf gestellt. An meinem Geburtstag am 11. März war meine Welt noch in Ordnung und ich ging shoppen. Ich kaufte mir eine Perlenkette in Lila- und Rosatönen, wie ich sie mir schon lange gewünscht hatte.

Tragen konnte ich sie 2020 so gut wie gar nicht – weil wir alle im Lockdown zuhause sassen bzw. berufliche Termine und Kongresse nicht mehr stattfanden. Ausserdem wollte ich mir ja für 2020 ein Büro suchen und aus dem Homeoffice raus. Das zumindest war noch im Dezember 2019 mein Vorsatz für 2020. Haahahaha.

Neben der Perlenkette habe ich nur den Ausflug zu den Reichenbachfällen auf der Bucketlist abhaken können. Aber es gibt Schlimmeres, oder?

Hier also meine Jahreszusammenfassung:

Gearbeitet

Aufgrund der Pandemie konnte der Swiss Blog Family Kongress nicht stattfinden, auch beruflich fielen sehr viele Kongresse aus. Zoom wurde für mich zum Zauberwort.

Gehustet

Im Frühling war ich über einen Monat lang sehr krank. Trotz mehrerer Corona-Tests gab es keinen positiven Bescheid, aber es ist schon ein komischer Zufall, wenn ich ausgerechnet während der ersten Welle so sehr husten muss, dass ich in kompletter Atemnot denke, jetzt wirklich sterben zu müssen. Seither habe ich Angst davor, tatsächlich an Corona zu erkranken. Wenn DAS kein Corona war, wie wird es dann erst, wenn es mich echt erwischt?! Ich werde mich definitiv impfen lassen.

Gelernt

Die Pandemie brachte auch Gutes. Plötzlich bot (nicht nur) das MAZ, die Journalistenschule in Luzern, online Weiterbildungskurse an, die ich gerne genutzt habe, denn nach Luzern zu gehen, ist für mich viel zu umständlich. Endlich wieder Futter fürs Gehirn!

Ausserdem habe ich durch Corona gelernt, ein Stück weit loszulassen und Kontrollverlust zu akzeptieren. Homeschooling hätte ich mir vorher nie vorstellen können, es war immer der Ausnahmezustand, wenn ein Kind krank zuhause war und die Arbeit darunter leiden musste. Heute zucke ich nur noch müde mit den Augen, wenn es zum Beispiel wie vor Weihnachten hiess, dass LadyGaga zusammen mit allen Kindern ab der 4. Primarklasse wegen Quarantäne zuhause bleiben müsse. «Das kriegen wir auch noch irgendwie hin, alles kann, nichts muss im Geschäft.» Ich bin mir aber bewusst, dass mein Mann und ich privilegiert sind, da wir beide im Homeoffice arbeiten können und keine nervigen Chefs haben. Ich finde Homeschooling ganz ganz furchtbar. Aber ich kann den Kontrollverlust mittlerweile besser akzeptieren und damit umgehen.

Geliebt

Mein Mann ist seit März 2020 komplett im Homeoffice – vorher hat er jeden Tag eineinhalb Stunden gependelt (EIN Weg!). Beziehungen sind an Corona zerbrochen. Uns hat es wieder zusammengeschweisst.

Geknuddelt

Schon im Herbst 2019 hatte sich mein Wunsch nach einem Familienhund manifestiert. Am 4. März 2020 wurde unsere Cavalier King Charles-Hündin geboren, Mitte Mai durfte sie bei uns einziehen. Seither steht alles Kopf im Hause on the rocks. Während ich diese Zeilen schreibe, knuddelt mein Mann gerade mit Seniorita.

Gereist

Wir sind im Sommer mit dem Auto drei Wochen in die Bretagne und die Normandie, wo wir abgeschieden mit Hund am Meer waren. Ausserdem waren wir im Berner Oberland unterwegs.

Getroffen

So gut wie gar niemanden. Ich vermisse schmerzlich meine Eltern, die ich zum letzten Mal im Herbst 2019 gesehen habe.

Gefeiert

Nichts. Naja fast nichts.

Gebangt

Meine Mutter ist seit Sommer schwer krank und kann nicht mehr gehen. Sie wird am 4. Januar endlich am Rücken operiert. Ich mache mir grosse Sorgen, und es zermürbt mich, nicht bei ihr sein zu können. Mein Vater hat immer noch Krebs. Es ist einfach Scheisse.

Gesehen

Nichts. Kein Kino, kein gar nichts. Doch, im März noch vor der ersten Welle waren wir als Familie in der Van-Gogh-Ausstellung in Zürich, aber wir fanden es ganz furchtbar und eine reine Abzocke. Deshalb zählt das nicht. Was ich im 2020 gesehen habe: ganz viel Natur mit dem Hund. Das ist so schön!

Geplant

Ich habe 2020 gelernt, nicht mehr zu planen. Für das neue Jahr nehme ich mir aber vor, wieder mehr Klarinette zu spielen – sonst kann ich es auch sein lassen, und das wäre doch schade.

Gelistet

Hier noch die Jahresrückblicke:

2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014

Weitere Jahresrückblicke von Elternbloggenden findet ihr gesammelt unter den Schweizer Familienblogs sowie einzeln die wunderbaren Die Angelones, Redeweise, Mama mal 3, 
Miss Broccoli, Rompers & Lipstick

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