Die ganze Wahrheit über die #Arsch-Bombe – inkl. Buchverlosung

Es war schwierig. Sehr sogar.

Als ich am 10. August vom Bastei Lübbe Verlag angefragt wurde, ob ich das Buch «Sehr gerne, Mama, Du Arschbombe» von Patricia Cammarata rezensieren würde, habe ich gezögert. Ich wusste, dass ALLE es rezensieren würden. Naja gefühlt zumindest. Und dann noch ich? Andererseits dachte ich: Naja, das Buch möchte ich eh lesen, warum also nicht gleich auch eine Rezension schreiben? Ich musste nur schnell sein, dann lesen alle meine Besprechung und ich gehe nicht unter in der Rezensentenmasse.

Es gab da aber zwei Probleme

  1. Da ich in der Schweiz wohne, dauerte es im Vergleich zur «Lesekonkurrenz» etwas länger, bis ich das Buch tatsächlich auf dem Tisch liegen hatte. Grenzen und so.
  2. Da ich zurzeit keine Zeit für nix habe, konnte ich mich nur mühsam und in absoluter Torschlusspanik durch das Buch lesen. Textchen für Textchen. Gott sei Dank gab es da zwei Zugfahrten. Während also alle anderen schon froh und munter die Arsch-Bombe auf ihrem Blog vorstellten, und zwar zum Teil so gut, dass eigentlich schon alles gesagt wurde, kam ich ins Grübeln, wie ich mit der käsekuchenen Betriebsfamilie und der coolen Österreicher Mami mithalten sollte. Man will ja nicht abstinken und kalter Kaffee sein.

Ich musste umdenken

Was kann ich also schreiben, was man nicht schon weiss? Über den Inhalt wurde eigentlich schon alles gesagt, und auch, wie viel gelacht wurde und warum. Was mir dabei auffällt: Ich habe keine einzige schlechte Rezension gefunden. Das liegt zum einen daran, dass das Buch wirklich sehr witzig und kurzweilig geschrieben ist, wenn man nicht gerade verzweifelt versucht, fristgerecht eine Rezension dazu hinzukriegen. Situationskomik kann Patricia Cammarata. Satire auch. Das Spezielle an ihrem Buch aber ist, dass (meines Wissens zum ersten Mal) die besten Texte eines Eltern-BLOGS, nämlich von Das Nuf, zu einem Buch zusammengefasst wurden. Kein Wunder also, dass wir alle jubeln. Und dies ist wohl der zweite Grund für die La-Ola-Welle: Eine Branche feiert sich selbst. «Das könnten wir sein!» Sind wir aber nicht. Weil Patricia Cammarata sich zu Recht aus der Bloggermasse hervorhebt: Sie hat bereits gebloggt, als wir alle noch unsere handschriftlichen Notizen hektisch sortiert haben und vor allem KINDER- und ahnungslos waren. Und in zehn Jahren kommen auch genügend Texte zusammen, so dass ich mich eher frage: Warum hat das verflixt nochmal zehn Jahre gedauert, bis ein Verlag auf die Idee gekommen ist, daraus ein Buch zu machen?! Wer es schafft, zehn Jahre kontinuierlich Qualität abzuliefern, der muss doch was in der Birne haben, Du Arsch-Bombe!

Ganz ehrlich: Man hätte keinen besseren Blog aussuchen können, um der Welt zu zeigen, wie toll Blogs sind. Patricia Cammarata zeigt die Leiden der jungen junggebliebenen Mutter in herrlichen kleinen Episoden auf. Die ganze Wahrheit übers Muttersein? Hier findet man sie garantiert. Und lacht zum Teil Tränen, aber nicht nur vor Lachen, sondern auch vor morbider Selbsterkenntnis. Mein Leben zwischen zwei Buchdeckeln? Da liegt es:

Patricia Cammarata: Sehr gerne, Mama, du Arschbombe. Tiefenentspannt durch die Kinderjahre. Bastei Lübbe 2015, 238 Seiten für 8,99 €. ISBN 978-3-404-60840-9
Patricia Cammarata: Sehr gerne, Mama, du Arschbombe. Tiefenentspannt durch die Kinderjahre. Bastei Lübbe 2015, 238 Seiten für 8,99 €. ISBN 978-3-404-60840-9

Ein Geständnis

Den Blog Das Nuf kannte ich natürlich schon vorher. Wer kennt ihn nicht?! Aber ich gestehe auch, dass ich ihn nicht regelmässig lese. Vielleicht aus persönlichem «Beleidigt sein», weil Patricia mir auf Twitter immer noch nicht folgt (pssst, ich bin die @MamaOTR!!!), obwohl ich schon oft versucht habe, sie in intelligente Konversationen zu verwickeln. Hat aber offenkundig nicht geklappt. Vielleicht hat ja auch K3 gesagt, sie dürfe das nicht. Pah!
Aber wenn wir uns demnächst mal auf einer Veranstaltung treffen, wird sie mich so schnell nicht los…

Meine Leseempfehlung

Wer Blogs liest und in der Bloggersphäre lebt und atmet, der braucht diesen Buch nicht wirklich. Dafür sind wir Blogger zu digital. Aber dennoch ist es ein Must-have, eine Bloggerbibel des Schmunzelns. Wer Blogs liebt, liebt dieses Buch. Was ich zudem wirklich saumässig gut finde: «Arsch-Bombe» lässt sich toll verschenken, gerade auch mit dem Hinweis: «Da siehst Du, was ein Blog ist und was ein Blog alles kann.» Nämlich unterhalten, auf den Punkt bringen. Und so werde ich das Buch jeder Mutter, die ich persönlich kenne und die von Blogs keine Ahnung hat, zu Weihnachten schenken. Eine bessere Visitenkarte für Blogs als dieses lustige, haarsträubende, Lachattacken generierende Buch von Patricia Cammarata kann ich mir nicht vorstellen. Und übrigens, Patricia: @MamaOTR, nicht vergessen!

Gewinnspiel

Ihr habt das Buch, über das alle reden, echt noch nicht?! Bei mir könnt ihr ein Exemplar gewinnen! Einfach bis 3. September hier einen Kommentar hinterlassen mit einem Satz, der das Wort «Arsch-Bombe» enthält. Der Gewinner wird ausgelost. Viel Glück!

18 Gedanken zu „Die ganze Wahrheit über die #Arsch-Bombe – inkl. Buchverlosung

  1. Mhm…nein…ich habe dieses Buch immer noch nicht…weil ich es gewinnen will bevor ich es kaufen muss weil ich es doch nicht gewonnen habe. Und für diesen bekloppten Satz mache ich morgen im Freibad ne Arschbombe vom dreier….naja ich überlege nochmal…;)
    LG Carola
    Carola.Will@yahoo.de

  2. Tröste Dich, mir folgt sie auch nicht auf Twitter. Du mir aber übrigens aber auch nicht. Eigentlich folgt mir so gut wie gar keiner @VWagenpfeil.
    Darauf ne doppelte Arschbombe!
    Ich schätze, das wird der nächste In-Drink 😉

  3. Ich habe gehört, dass das Buch gute Klolektüre sein soll. Vielleicht schaffe ich bei ner Arschbombe ins Klo mal ein paar Seiten zu lesen, denn da habe ich mal zwei Minuten Ruhe vor dem Zicklein und dem Böcklein. Bäh… nee. Du wolltest es so. Etwas anderes viel mir gerade nicht ein ��

  4. Also meine Kinder haben mich noch nicht "Mama, Du Arschbombe" genannt, aber das kommt sicher, wenn dieses Buch dann bei uns rumliegt. Also entweder gewinne ich es irgendwann irgendwo oder ich muss es mir doch noch kaufen. Obwohl ich den Blog von dasnuf ziemlich lange schon kenne und lese…

  5. Großartig! Aufgrund einer Geschichte über Kind 3.0 heißt mein Xbox-Account "Flauschziege", aber vielleicht muss ich ihn nach der Lektüre dieses Buchs in "Arschbombe" umbenennen. Ich bin bekennender Fan von Das Nuf und lese den Blog schon lange, das Buch steht auf meinem Wunchzettel. Aber da ich derzeit etwas sparen muss, wäre ein Gewinn natürlich super! 🙂
    Liebe Grüße
    Nele

  6. Vor 30 Jahren habe ich Arsch-Bombe nur im Schwimmbad gekannt – wird also Zeit, dass ich das Buch in den Händen halte – vielleicht folgt mir @Das Nuf dann? Witz – nee, warum mir?
    Tolle Rezension – danke, Séverine. Musst dich nicht verstecken 🙂
    LG Isa

  7. Wir kommen gerade aus dem Urlaub in Bibione zurück und ich gab das erste mal seit 3 Jahren wieder eine Arsch-Bombe in den Pool gemacht! Es war einfach geil!!!

  8. Ich war heute im Freibad und habe gehört, wie drei Mädchen sich am Beckenrand darüber unterhielten, ob sie nun mit Arschbomben oder als Kerzen ins Wasser hüpfen sollen. Die daraufhin arschgebombte und nassgespritzte Mama war nicht erfreut. Hihi. Tolles Wort eigentlich, steht das im Duden? LG, Friederike

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