Vorstellung der Blogbeiträge 1-10 zur #MeTime-Blogparade

Bisher 31 Teilnehmer an meiner Blogparade #MeTime. Einunddreissig! Und die Parade läuft noch offiziell drei Stunden, es hat also noch Platz. Oder braucht ihr noch mehr Zeit? Dann bitte Feedback an mich. Ich mache wirklich eine ausführliche Analyse und stelle alle Blogs einzeln vor. Bei 31 Blogs wird das aber eine Litanei an Buchstaben, die in einem einzelnen Beitrag nicht mehr lesbar ist. Ausserdem lest ihr wohl genauso wenig wie ich 31 Blogposts am Stück. Ich habe mich deshalb entschieden, das aufzuteilen. Ich stelle euch hier den ersten – chronologischen – Schub an Blogbeiträgen vor, bei dem es um die jeweiligen Highlights und die Quintessenz geht. Dann folgt ein nächster chronologischer Schub usw. Und am Ende eine komplette, thematisch gegliederte Auswertung mit einem Fazit. Da ich nämlich zurzeit selber kaum #MeTime habe, würde es sonst ewig dauern, bis ich euch Futter zum Thema liefern kann….

Alex von Papaleaks hatte früher die Fotografie als Hobby. Heute sind seine Tage so kurz, dass er die freie Zeit lieber mit seiner zweieinhalbjährigen Tochter geniesst. Er ist sich sicher, dass er wieder mehr Zeit hat, wenn seine Tochter grösser und unabhängiger ist. «Und dann werde ich mich zurücksehnen. Zum heute und jetzt, als sie noch meine volle Aufmerksamkeit verlangte. Und mich vermutlich über jede Minute ärgern, die ich nicht mit ihr verbrachte.» Wirkliche #MeTime braucht er also zurzeit nicht. Seine #MeTime gehört seiner Familie, wobei er auch mal gerne mit Freunden abends ausgeht.
Er hält ausserdem fest: Eltern mit mehr als einem Kind sind nicht besser, sondern einfach anders organisiert. Sie legen andere Schwerpunkte. «Und vermutlich sehen wir nur, was die anderen gut machen. Das was hinten herunter fällt, weil die Zeit fehlt, sehen wir nicht.» Alles eine Frage der Prioritäten also.

Wiebke von Verflixter Alltag hat gleich einen (witzigen) Brief an ihre Wohnung geschrieben, in dem sie zum Ausdruck bringt, dass die Wohnung mit zwei Kindern einfach keine #MeTime erwarten darf. Aber: «Ich verspreche Dir, dass wieder bessere Zeiten kommen werden!» Naja, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Vierfachmama Micha von More than words konstatiert, dass sie mit Ü20 und zwei Kids weniger MeTime brauchte bzw. ihr das weniger wichtig war als heute mit Ü40 und vier Kindern. Micha hat gelernt, beim Auftauchen von freier Zeit nicht hektisch zu werden und sofort neue Aufgaben loszutreten, sondern sich auch einmal die Musse zu nehmen und nichts zu tun.

Die Frühlingskindermama stellt fest, dass sie erst durch die Kinder gemerkt hat, wie viel Zeit für sich selbst sie tatsächlich braucht, um vernünftig funktionieren zu können. Wenn sie sich vernachlässigt, wird sie krank. Aber wenn sie ihrem Ich-Zeit-Bedürfnis nachgeht, dann geschieht dies oft zu Lasten ihres Partners, da sie kein soziales Netz hat, auf das sie zurückgreifen kann. «Meine Ich-Zeit geht auf seine Kosten.» Dies kann zu Unzufriedenheit in der Partnerschaft führen, aber derjenige der mehr Zeit für sich braucht, sollte diese auch kriegen.

Britta von Meine Familienküche beschreibt eine Situation, die ich nur allzu gut kenne: Nach einem stressigen Tag schaffe ich es abends nur noch aufs Sofa: «Dort berieselt uns der Fernseher. Angestauter Frust, Ärger, Enttäuschung vom Tag wird mit Süssigkeiten, Chips oder Schokolade runtergeschluckt. Eine Frustspirale.» Aber sie hat auch praktische Tipps: Wenn ihre Tochter im Bett ist, nehmen sie und ihr Mann sich nämlich eine halbe Stunde Zeit für sich, und erst danach verbringen sie den Abend gemeinsam. So kann jeder tun, was er möchte.

Andrea vom Blog Mi-Ko ist seit (sehr!) kurzem Zweifachmama und zufrieden mit der Ausnahmesituation bezüglich MeTime. Sie sagt: «Für Hobbies wird wohl auch in den nächsten paar Jahren nicht genug Zeit bleiben. Aber ich bin gerne Mama – und bin glücklich, dass ich so viel Zeit mit den beiden verbringen kann!»

Auch Heike von Emma und Lukas (Blog nicht mehr online) will gar nicht mehr MeTime. Sie vermisst eher die exklusive kinderfreie Zeit mit ihrem Mann, die viel zu selten geworden ist. Die Kinder schauen von 19 bis 20 Uhr meistens TV. «Doch auch hier nehme ich mir keine Zeit nur für mich. Und ich frage mich gerade wieso.» Ihr Fazit: «Ich bin gerne bei ihnen.» Und wenn die Kinder dann im Bett sind, geniesst sie es, mit ihrem Mann zusammen zu sein.

Sabrina von Vereinbarkeitsblog nutzt #MeTime zwischendurch und nimmt sich kurze Auszeiten. Vor allem Autofahren ist für sie perfekt um auszuspannen, auch wenn sie «selbst und ständig arbeitet». Kennt ihr ausserdem den Möwentrick? «Mittendrin im Chaos bleiben, während die Kinder so toll das Zimmer verwüsten. Ich brauche Kopfhörer und Musik, der Gatte schafft das allein mit Vorstellungskraft. Er beamt sich einfach an einen netten Sandstrand im nirgendwo, der einzige Laut sind Möwen – nichts sonst kommt in seine Gedankenblase.»

Christine von der Villa Schaukelpferd hat gleich zwei Beiträge zur #MeTime verfasst. Zuerst bloggte sie aus dem Kurzurlaub mit ihrem Mann (also ohne Kinder!), dass sie ein freiheitsliebender Mensch ist, der Auszeiten vom Mamasein braucht. Aber auch ein Kurzurlaub kann Stress sein, wenn der Druck mit dem Angebot an Möglichkeiten steigt, die Zeit möglichst effizient zu nutzen. Sie plädiert dafür, auch einmal die Verantwortung abzugeben und andere bei der Kinderbetreuung einzuspannen. Als sie aber vom Kurzurlaub nachhause zurückkehrte, wurde sie von erschöpften Babysittern empfangen, und von ihren zwei Kids, die total gleichgültig waren, als wäre sie grade vom Keller zurückgekehrt. Sie fragte sich: Rechnet sich das alles? Und kommt zum Schluss: «Drei Tage Wellness gegen schlechtes Gewissen, erschöpfte Verwandtschaft und quengelige Kinder. Und dann erinnere ich mich daran, was für ruhige Tage wir fernab der Heimat hatten. Wie wir das leise Vogelgezwitscher auf dem Waldspaziergang wahrnehmen konnten. Wie verliebt mein Mann mich im Hotelrestaurant beim Abendessen angelächelt hat. Wie beim ersten Date. Und ich weiß, das war die ganze Sache wert.»

Wir kennen es alle, Mami anders bringt es aber schelmisch auf den Punkt: Sobald wir die Möglichkeit zur #MeTime haben, weil die Kinder grad wo anders sind, setzt das Gehirn aus. Und zwar komplett. Warum? Weil zu viele Infos gleichzeitig auf uns einprasseln. Geschirr, Wäsche, Kaffee, oh das könnt ich doch noch auch noch schnell machen, Wums, ist die kinderfreie Zeit um. Trocken realisiert sie: «Vor Krümels Geburt war mir die Zeit für mich allein sehr wichtig. Im Nachhinein betrachtet hatte ich aber keinen blassen Schimmer wie wertvoll sie wirklich ist.»

So, das war der erste Streich. Jetzt ruft das Homeoffice wieder…

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