Die Odyssee der neuen Website – eine Dramödie in drei Akten

Willkommen bei Mama on the rocks auf eigener Domain! Aber Achtung, Triggeralarm: Das ist KEIN DIY-Beitrag!

Anfang Januar schrieb ich hier in meiner Bucket List, dass ich 2016 den Blog auf einer eigenen Domain haben möchte. Und das liess mich nicht mehr los. Ich bin ja so ein DO-IT-Mensch. Do it now! Also startete ich bereits im Januar mein neues Herzensprojekt BLOG 2.0.

Leider bin ich ein absoluter DAU – ein dümmster anzunehmender User, und kenne mich mit Technik überhaupt nicht aus. Nix. Nada. Ich bin mit einem Informatiker verheiratet, das sollte doch genügen, oder?

Der Tragödie 1. Akt

Da mein Mann weiss, wie wichtig mir das Bloggen ist, war er gerne bereit, mir zu helfen. Er recherchierte im Netz – und befand, ich müsse unbedingt zu Weebly gehen, das sei hip. «Aber Schatz, alle anderen sind bei WordPress, bist Du sicher, dass Weebly eine gute Option ist? Was ist das überhaupt?», fragte ich ihn unsicher und mit Bambiaugen. Ich bin eben ein DAU. Er: «Die sind ganz stark bei Blogs, und das System ist mit Drag-and-Drop, das wird cool.» Weebly it is.

Weebly it was. Nachdem ich mich zuerst fluchend ins Prinzip von Drag-and-Drop bei Weebly einfinden musste, habe ich mich zwar in meinen neuen Blog verliebt. Naja, eigentlich meine Website. Nur: Der aktuelle Blog, den ihr hier vor euch habt, ist nicht bei Weebly. Sondern bei WordPress.

Entbehrt jeglicher Logik. Und spiegelt meinen Gemütszustand wider. GNAAAAA!!!

Ich bastelte und bastelte also am neuen Weebly-Blog. Es sah so toll aus. Viele Zusatzinfos, Gadgets. Es hatte den WOW-Effekt. Ganz am Schluss wollte ich den Blogspot-Blog importieren. Ok, ich wollte, dass mein Mann ihn importiert. Aber irgendwie klappte das nicht. Wir (also mein Mann) fragten dann bei Weebly (wie gesagt, Bloganbieter, 200 Euro Gebühren im Jahr) nach. Die Antwort:

Leider ist es nicht wirklich möglich, einen Blog von einer anderen Seite zu implementieren.

Und auf erneute ungläubige Nachfrage unsererseits:

Du könntest die alten Texte rüber kopieren, aber die Statistiken und Kommentare würden auf der alten Version bleiben. Entschuldige bitte, sollte das nicht die Lösung sein, nach der du gesucht hast!

Äh nein, nach der Lösung habe ich eigentlich nicht gesucht. WTF?!

Ich hatte Schaum vor dem Mund und war kurz davor, wild mit der Kettensäge herumzufuchteln. Bloody Fucking Weebly Kacke! Warum hatte ich bloss auf meinen Mann gehört! Ach ja. DAU.

Der Tragödie 2. Akt

Also doch zu WordPress. Aber .com oder .org oder wie war das? Ich fragte auf Twitter nach. Die einen waren überzeugt davon, ich müsse mich auf .com anmelden, die anderen auf org. Easy peasy und so. Am Ende des sehr langen Tages sei gesagt: richtig ist .com für WordPress-Domain, .org für eigene Domain, siehe auch hier.

Diesmal wollten wir damit beginnen, den Blogspot-Blog zu importieren. Man lernt ja dazu. Nur war das Importieren nicht möglich. Nope. Echt jetzt. Es gab ein Datenlimit von 8 MB (!), um den alten Blog zu implementieren. Mein Blog ist aber 22 MB gross. Mein Mann probierte und probierte, aber nichts klappte. Auch er hatte Schaum vor dem Mund, seine Informatikerehre stand schliesslich auf der Kippe (auch wenn ich ja verstehe, dass man als Informatiker nicht alles weiss. Ich kann ja auch kein Griechisch oder Chinesisch, nur weil ich ein paar Fremdsprachen beherrsche). Naja, ich war zu diesem Zeitpunkt jedenfalls schon leicht hysterisch und sicher kein Quell der Erheiterung für ihn. Wenn er mit mir Informatiker-Deutsch sprach, verstand ich immer nur «bssssssssss………. bsssssssssssss……….. bssssssssssss.» In regelmässigen Abständen rief ich ihm ein «DAU!» zu, so dass wir beide wieder schwiegen.

Es war Samstag, der 20. Februar, mitten in der Nacht. Sowas kann man ja auch nur machen, wenn die Kinder schlafen. Bei meinem Hoster war sowieso keiner, also was konnte ich tun, um diese 8 MB zu umgehen? Absolut verzweifelt bat wimmerte ich in Twitter um Tipps. Und es war unglaublich. Schon nach kurzer Zeit (es war nach 23 Uhr) kamen die ersten Replies rein. Leider hatte mein Mann das alles aber bereits schon erfolglos ausprobiert. Er ist kein DAU. Dann meldeten sich plötzlich @papapelz und @daddydahoam. Es war bereits nach Mitternacht. Mit dem richtigen Incentive (eine Kiste Bier äh Schweizer Schokolade) machten sie sich ans Werk und versuchten, meine Blogdatei zu splitten, damit ich sie hochladen konnte. Echt jetzt. Einfach so. Es war nach 2 Uhr, als ich total müde aber ohne Blog ins Bett fiel.

Am nächsten Morgen dann kam es auf Twitter zu folgender Diskussion:

2016-02-25 14_03_11-Steffen auf Twitter_ _@MamaOTR ...der schlief gestern vor diesem Bildschirm ein,

 

Auch @papapelz hatte es nicht geschafft, die Datei zu splitten. Da meldete sich die @sys_adm_ama zu Wort, ihres Zeichens «Blog-Hauswart». Und sie schaffte das Unmögliche: Zack, die Datei war gesplittet, ich musste sie also nur noch importieren. Das klappte dann im äh 20. Anlauf, als sie uns darauf aufmerksam machte, dass wir nun nicht mehr Blogspot, sondern WordPress implementieren müssen (*hust). Irgendwann hatten wir es tatsächlich geschafft: Alle Dateien waren auf WordPress integriert. Ich wimmerte leise.
Mein Mann war echt beeindruckt, was eine kleine Gruppe von mir unbekannten Menschen auf Twitter für mich getan hat – einfach so. Und ich war stolz. Stolz und happy, so tolle Leute kennen zu dürfen. Und Steffen, Stephan und Marianne lasst euch eines gesagt sein: Ich bin extrem loyal. Wenn ihr mich irgendwann braucht, dann bin ich für euch da!

Der Tragödie 3. Akt

Back to work. Ich machte mich nun also daran, ein WordPress-Design auszusuchen. Hat ja auch nur über 2000 da rumliegen. Ich wurde immer aggressiver. Schrift zu klein, Aufbau scheisse, Farben zu wirr. Langweilig. Unmodern. Gnaaaa!!!! Warum bin ich auch noch Blattmacherin, das ist in so einem Fall echt hinderlich. Die Perfektionistin in mir schrie verzweifelt: «NAAAEIIIINNNNN, wenn es da in der Sidebar keine Linien hat, ist das total unübersichtlich! Isch will das nüscht!»

Am Ende bin ich doch fündig geworden. Bei einem Design, das in der Rohversion weder meinem Mann noch meiner Twitteria-DM-Gruppe gefiel. Ich kaufte die Pro-Version und siehe da: Es lässt sich ganz viel ändern, anpassen, individualisieren. Da ich ja aber ein DAU bin, habe ich das nicht ohne meinen Mann geschafft. Wir haben uns die Nächte um die Ohren gehauen. Haben zugesehen, wie Barbies Hintern auf Eis im Spülbecken festfror. Haben zusammen am Blog gewerkelt und daran geschraubt, gelacht, die Stirn gerunzelt, geflucht, ge-yeaht – stets mit grosser Hilfe von @sys_adm_ama, die ich immer wieder mal mit panischen Nachrichten nervte.

Schliesslich war er da: der neue «Mama on the rocks»-Blog. Die Sidebar ist zwar noch nicht fertig, und auch die Untermenüs werde ich noch ergänzen. Die 700 bestehenden Beiträge muss ich alle einzeln nochmals bearbeiten, Bilder neu hochladen, Artikel neu verlinken etc. Aber nachdem ich im Februar fast nicht zum Schreiben kam, da die Blog-Dramödie alle Ressourcen frass, bin ich ab jetzt endlich unter neuer Adresse, meiner eigenen Domain, wieder aktiv. YEAH, ich freue mich!

Wie findet ihr den neuen Blog? Was fehlt euch noch? Feedback ausdrücklich erwünscht!

(c) Fotolia
(c) Fotolia
Ich freue mich, wenn Du den Beitrag teilst:

19 thoughts on “Die Odyssee der neuen Website – eine Dramödie in drei Akten

  1. Ich finde es sieht super aus. Mit Weiß kann man ja nicht viel falsch machen. Und Dein Foto ist klasse, da weiß man sofort, mit wem man es zu tun hat 😉
    Auf den ersten Blick finde ich es so stimmig. Aber vielleicht habe ich im Laufe der Zeit noch Verbesserungsvorschläge.
    Alles Gute und viel Spaß mit der neuen Domain!!!!!
    LG Wiebke

  2. Man leidet förmlich mit – ein bisschen habe ich das Ganze auf Twitter auch verfolgt. Aber nun ist es endlich geschafft! Herzlich Willkommen im neuen Zuhause! Freue mich, wieder regelmäßig von dir zu lesen <3

    1. DAS war durchaus eine Option. Ich hatte aber keinen Platz im Spülbecken der Küche, also musste Barbie herhalten (LadyGaga ganz konsterniert beim Betrachten des neuen Blogs am PC: „Wie kommt denn meine Barbie auf das Eis?!?!?!“)

  3. Wow – sehr schick geworden. Ich bin echt beeindruckt. Hatte deinen Umzug nur so am Rande mitbekommen. Und mir steht es noch bevor – ich will dieses Jahr auch selbst hosten. Ich hab ein bisschen Angst, auch wenn es nur von WordPress zu WordPress ist.

  4. 700 Blogbeiträge manuell nachbearbeiten – ich würde die Krise kriegen! Dann wünsche ich gute Nerven, viel Ausdauer, und weiterhin viel Erfolg! Sehr gerne gelesen, deinen Bericht!

    Viele Grüße,
    Christine

    1. Doch, sowohl bei .com als auch bei .org. Ich hatte deshalb ein totales Durcheinander – versteht doch echt kein normaler Mensch! Um Jetpack installieren zu können, musste ich mich plötzlich via .com anmelden, obwohl vorher alles über .org lief. Aber frag mich nicht wieso. 😉 Somit also: ich bin bei beiden angemeldet. Der Blog läuft aber definitiv mit .org im Hintergrund. Jetzt weiss ich es.
      Und danke für das Feedback <3

  5. Bin schwer beeindruckt und begeistert, Madame! Sieht super aus! Und siehst du, ich bin doch viel DAUiger, ich hab nämlich kapituliert damals und einfach alle Texte rübbakopiert 😀 Also Hut ab vor dir und deinen Helferlein (was ich echt so super großartig finde!)!

    Mir fehlt nix. Nur die Worte. 😀

    Knutschi, Katja

  6. Ha, endlich kann ich über mein WordPress-Konto kommentieren! (Oder ging das etwa vorher auch schon und ich – als DAU (geniale Bezeichnung!) – hab das nicht mitgekriegt?? ) Eine WP-Follow-Funktion fände ich auch schön.. Ansonsten gefällt mir dein neues Design gut, obwohl ich im ersten Moment dachte: „Och nö, sie hat jetzt auch so einen puristischen Look…“. Aber ich hab die beiden Layouts mal verglichen und festgestellt, dass gar nicht so viele Farben weg sind… Ich mag Farben 🙂 Und ich hab´s nicht so mit Veränderungen, haha!
    Ansonsten vermisse ich persönlich die Blogroll, die habe ich nämlich immer dazu benutzt, um bei Blogs, die ich nur sporadisch lese, zu gucken, ob es dort wieder einen neuen Beitrag gibt, der mich interessiert.

    So. Respekt für den überstandenen Umzug!
    Liebe Grüße aus Holland,
    Kristine von Importkaaskop

  7. Herzlichen Glückwunsch zum Umzug! (Und dazu, dass deine Bucket List um einen Punkt kleiner geworden ist :-)) Ich habe die „Nachtschicht“ auf Twitter verfolgt und mitgefiebert – leider bin ich auch eher ein DAU und konnte keine hilfreichen Tipps geben.
    Eine kleine Sache ist mir noch aufgefallen: Wenn ich (MAC + Firefox) oben auf der Menüleiste einen Punkt mit dem Mauszeiger berühre, wird immer der Menüpunkt zwei Felder daneben schwarz hinterlegt… so ist es z.B. nicht möglich die Unterpunkte von „About“ anzuklicken… Ansonsten gefällt mir dein Blog gut! Weiter so!

    Liebe Grüße,
    Patricia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.