Es wird besser, versprochen!

Letzte Woche waren wir in den Ferien bei meinen Eltern in Südfrankreich in der Nähe der spanischen Grenze. Wie schnell diese Woche verging! Ich habe die Zeit genutzt und viel mit meinen Eltern geredet, die ich ja nur sehr selten sehe.

Als Familie haben wir zu viert wie immer einige kindergerechte Ausflüge in die nähere Umgebung gemacht, zum Beispiel ins Fantassia Land in Théza.

Besonders war diesmal jedoch der Trip ins Dalí-Theater-Museum in Figueres. Zum letzten Mal war ich vor zehn Jahren zusammen mit meinem Mann dort. Das Museum selbst ist ein Kunstwerk, von Salvador Dalí noch zu Lebzeiten persönlich gestaltet. Man verliert sich in den Gängen und Stockwerken voller Kunst, die sich um einen grossen Innenhof regelrecht zu drehen scheinen. Kunst! Museum! Die Kinder! Hurz!

Dalí-Museum mit Kindern

Wir hatten keinen fixen Plan, sondern wollten uns einfach auf das Abenteuer einlassen, zusammen mit zwei Kindern (9 und 5) Kunst zu erleben – solange es eben gut geht und keines der Kinder die Krise schiebt. LadyGaga war aber sofort Feuer und Flamme und verlor sich mit meiner Starthilfe begeistert in den Kunstwerken, derweil Copperfield durch die Säle turnte.

Ungefähr eine Stunde konnten wir so von Raum zu Raum gehen, LadyGaga stets auf der Suche nach Gala in Dalís Bildern, seiner Ehefrau und Muse. Dann fing Copperfield doch langsam an, unruhig zu werden, da das Museum für Fünfjährige trotz der wilden Aufmachung (Plastik-Hundekot an den Wänden drapiert!) irgendwann an Reiz verliert. Nach knapp zwei Stunden waren wir wieder draussen. Zufrieden, gesättigt, guter Laune.


TIPPS: Der Museumseintritt für uns vier kostete rund 40 Euro. Ihr solltet unbedingt im Frühling oder Herbst ins Museum gehen, nicht im Sommer (Menschenmassen!). Achtung, die Öffnungszeiten variieren! Wir waren um 9 Uhr dort und konnten direkt und ohne zu warten hineingehen. Als wir um 11 Uhr draussen waren, war die Schlange vor der Kasse bereits beachtlich lange.

Mittagessen an der spanischen Küste

Es war noch früh, also fuhren wir nach Roses an die spanische Küste, wo wir regelmässig hingehen, wenn wir bei meinen Eltern zu Besuch sind. Wir probierten ein neues Restaurant aus. Obwohl wir Sachen zum Malen dabei hatten, waren die Kinder ausschliesslich mit Reden beschäftigt. Die Eindrücke vom Museum wollten verarbeitet werden. Wir lachten viel und diskutierten. Wir assen. Es war eine entspannte Situation. Und plötzlich fiel mir wieder ein, wie das früher gewesen war. Früher konnten wir mit Copperfield in kein Restaurant gehen, ohne dass er komplett ausgeflippt wäre und den ganzen Raum zusammengeschrien hätte. Es war undenkbar für mich, gemütlich und entspannt beim familiären Essen in einem Restaurant zu sitzen. Er hat einfach alles zusammengebrüllt. Wirklich. Wohlgemerkt, nicht als Baby. Als Kleinkind.

Aber er ist kein Kleinkind mehr und hat sicher auch dank unserer Hilfe (und Ausdauer!!!) gelernt, mit neuen Situationen besser umzugehen. Er wird älter. Alles wird einfacher. Besser. Hey, wir schaffen sogar zwei Stunden Dalí-Museum! Jetzt wollt ihr sicher Tipps von mir. Ganz ehrlich: Ich habe keine. Aushalten. Lieben. Reden. Und: Konfliktsituationen (bei uns: Restaurants) meiden.

Was ich damit sagen will: Haltet durch, Ihr Mamas und Papas, die ihr oftmals an eure Grenzen stosst und nicht wisst, wie es überhaupt jemals weitergehen soll. ES. WIRD. BESSER. Bei manchen früher, bei manchen später. Aber es wird.

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