Für Schule «nach Corona»

Seit meine Tochter in die Schule geht, gab es bei ihr – anders als bei meinem Sohn – immer wieder diese Tage, an denen sie nicht in die Schule gehen wollte. Weinend stand sie dann jeweils vor mir. «Ich. Will. Nicht. Schluchz. In. Schluchz. Die Schule. Schluchz. Gehen.» Manchmal schrie sie es, sie stampfte es. Weinerlich. Traurig. Kämpferisch. Gründe gab es deren viele. Und eigentlich auch wieder keine. Das klingt gnadenlos gemein, wenn ich das als Mutter hier so herzlos schreibe. Das arme Kind!

Gestern Nacht habe ich mit dem gleichen armen Kind, das seine Freundinnen und die Schule furchtbar vermisst, gescherzt: «Nach Corona will ich EINE BESTIMMTE SACHE nie mehr von Dir hören!»

Sie wusste sofort, was ich meinte.

Wir haben beide gelacht, wohlwissend, dass sie es unter Tränen wieder sagen wird, wenn sie endlich wieder zur Schule gehen darf. Himmel, wie ich mich darauf freue!

Ich bin ja früher in Zentralamerika immer mit dem Schulbus in die Schule gefahren worden – das vergesse ich nie! Photo by Element5 Digital on Unsplash
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2 thoughts on “Für Schule «nach Corona»

  1. Vor Jahren habe ich deinen Text “Die perfekte Socke” gelesen, meinen imaginären Hut vor dir gezogen und mir gedacht, dass die Situation bestimmt richtig schwierig zu begleiten ist. Einige Zeit später fand ich mich jeden Morgen in genau dieser Situation wieder und wusste: ja, es ist richtig schwierig sein Kind immer wieder da durch zu begleiten.
    Auch in anderen Texten habe ich in Lady Gaga immer wieder meine Tochter erkannt.
    Nun kommt meine Tochter im Herbst in die Schule und als ich gerade diesen Artikel hier gelesen habe, hat es sich ein bisschen nach einem Blick in die Zukunft angefühlt. Irgendwelche Tipps zur Begleitung durch diese Situationen? 😏

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