No Bullshit Attitude

Irgendetwas hat sich geändert in mir. Ich kann nicht genau sagen was oder warum oder wie. Ist es den Hormonen geschuldet? Corona? Dem Wetter? Aber dass sich etwas (hoffentlich nachhaltig) nachhaltig in mir geändert hat, ist mir heute klar geworden. Klick, irgendein Schloss hat sich geöffnet in mir. Ich pflege plötzlich eine No-Bullshit-Attitude. Es ist total befreiend.

No Bullshit Strategie – wenn man sich plötzlich seiner eigenen Ketten befreit. Photo by Basil James on Unsplash

Auslöser war das Gespräch mit dem Zulieferer, der mich als schlaues Mädel bezeichnet hatte. Zum ersten Mal antwortete ich bewusst und dezidiert und SOFORT auf einen solchen Sexismus. In der Folge bat ich meinen Geschäftspartner, in meinem Namen für unseren Verlag abzusagen. Weil ICH am Drücker bin. HA!

Einige Tage später regte ich mich ebenfalls beruflich furchtbar über jemanden auf. Anstatt das in ein nettes Mail zu packen, machte ich Druck und meinem Ärger bei dieser Person Luft. Ich wurde gehört und wahrgenommen und konnte mich durchsetzen (und keiner hat mich deswegen nicht mehr lieb!). Meine No-Bullshit-Attitude, meine ehrliche Reaktion haben mich weitergebracht. Don’t mess with me!

So geht es mir seither täglich. Ich räume zum Beispiel gerade mit unseren Mediadaten auf und schmeisse mein eigenes Marketing-Blabla raus. Was ich neu präsentiere, ist keine Worthülse, wofür ich lieb gemeinte 6 Punkte erhalte, sondern die Quintessenz – weil wir nach sechs Jahren auf dem Markt nicht mehr erklären müssen, was wir als Verlag leisten. Mein Verlag ist zu einer Grösse auf dem Markt geworden. Don’t mess with us, join us!

Heute hatte ich ein Vorstellungsgespräch (ihr wisst: auf der anderen Seite des Tisches) und habe während des Gesprächs einfach mal direkt gesagt, wie etwas bei mir ankommt. Das hat vermutlich irritiert – aber es macht die Basis einer potenziellen Zusammenarbeit um so vieles einfacher.

Ich atme tief ein, ich atme tief aus. Ohne Yoga oder Meditation zu betreiben, denn das liegt mir überhaupt nicht (meine Yoga-Auszeit im Kloster war diesbezüglich eine Tortur für mich). Aber Älter zu werden, das gefällt mir grad ganz gut. Ich fühle mich der Basis meines Seins, meinem Zentrum sehr nahe. Ich bin mit beiden Beinen tief verwurzelt mit der Erde. Ich weiss, was ich will. Ich weiss, was ich einfordere. No Bullshit.

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