Draussen mit Hund, morgens um 6.30 Uhr

Seit ich einen Hund habe, bin ich ja plötzlich auch am Wochenende frühmorgens draussen unterwegs. Früher habe ich mich am Samstag und Sonntag um 6.30 Uhr frisch aus dem Bett gefallen gerne an den PC gesetzt, um noch Mails von der Woche abzuarbeiten, während die Familie weiterschläft bzw. die Kinder ihre Medienzeit geniessen. Das geht heute nicht mehr, denn sobald ich aufstehe, folgt mir ein schwanzwedelndes Bündel bestehend aus grossen hab-mich-bitte-bitte-lieb-Augen und grossen Knuddel-mich-Schlappohren. It’s Gassi-Time.

Ist der innere Schweinehund (!) einmal überwunden, ist es eigentlich ganz schön, draussen mit Seniorita spazieren zu gehen.

Cavalier King Charles Dame Seniorita beim Spaziergang im Wald. Seht ihr das Marylin-Monroe-“Muttermal” neben der Nase?! Sie hat da mittlerweile effektiv einen Farbtupfer!

Was ich gemerkt habe: Wenn es heiss ist, sind wir beide keine Fans vom Laufen gehen. Dann lieber Regen. Frühmorgens aber ist die Luft immer noch angenehm frisch und unverbraucht, die Sonne geht langsam auf und brennt nicht auf der Haut. Es ist still und friedlich draussen. Niemand ist da, nur ich und der Hund. Das mag ich. Manchmal treffe ich auf einen anderen Hundehalter mit Anhang und wir unterhalten uns, wenn die Chemie zwischen den Hunden passt und sie spielen. Es ist pure Idylle. Ich entdecke mein Quartier neu, weil ich neue Wege ausprobiere. Ich erlebe immer wieder neues.

Wie mit diesem Kleinkind, das um 6.30 Uhr in seinem eingezäunten Garten stand. Der Vater war gerade ins Haus zurückgegangen, um etwas zu holen. Ich empfand Mitgefühl beim Vorbeigehen. Vor 7 Uhr sieht man am Wochenende nur Hundehalter – oder eben Kleinkindeltern. Das Kind zeigte auf einen Roboter, der im Garten seine Runden drehte. Mit Schnuller in der Hand schaute es mich an, zeigte auf das runde Ding und krähte fröhlich «Das ist unser N.a.s.e.n.n.ä.h.e.r!»

Ich habe auf dem ganzen Nachhauseweg gelacht.

Erledigter Cavalier King Charles Spaniel Seniorita
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