Auswertung der Blogparade MehralsChaos

Die Blogparade #MehralsChaos von Mama Schulze und mir ist mit über 30 Beiträgen beendet worden. Dreissig! Aufgrund der regen Teilnahme haben wir uns dazu entschlossen, gemeinsam eine Auswertung zu machen, wobei wir die Beiträge chronologisch untereinander aufgeteilt haben. Lest also unbedingt bei Mama Schulze noch den ergänzenden Teil zu meiner hier folgenden Auswertung!

(c) Fotolia
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Was denn die Vorteile sind, wenn man mehrere Kinder hat, wollten wir von euch wissen. Die Kleider können aufgetragen werden, die Anschaffungen sind schon vorhanden, die Liebe verdoppelt sich und und und. Es gab aber auch ganz andere Aspekte, die als wichtig eingestuft wurden:

Zwei (und mehr) Kinder haben einander

Nicky von Zeitvertreibchen (Blog mittlerweile entfernt) beschreibt sehr schön, wie sehr sie es genossen hat, selber eine Schwester zu haben. Deshalb wollte sie ihrer grösseren Tochter dies auch ermöglichen und bekam noch einen Sohn. Die zwei Kinder zanken zwar oft, im Grunde sind sie aber ein Herz und eine Seele.
Uta von berlOndon-Mama hat selbst fünf Geschwister und ist heute (noch?!) Zweifachmama. Als Vorteile hält sie unter anderem fest: Die Kids können die selbe Kita besuchen und sich so sicherer fühlen. Generell sind sie zu zweit stärker und selbständiger.
Auch Sam von MomsOffice (Blog mittlerweile entfernt) sieht die Vorteile darin, dass ihre beiden Jungs nie alleine sind, sie haben einen Ansprechpartner auf Augenhöhe und einen Spielkameraden direkt vor Ort. Sie lernen, Rücksicht zu nehmen und füreinander einzustehen.
Heike von Kreatives Familienleben (Blog mittlerweile entfernt) war nach der Geburt der Tochter gerührt, als sie sah, wie der grosse Bruder mit seiner Baby-Schwester umging. Ein ganz klarer Vorteil bei Geschwistern für sie: Das Kleine kann auch mal in der Obhut des älteren gelassen werden. Ausserdem hat Heike festgestellt, dass BEIDE Kinder voneinander profitieren: Der Sohn hat gelernt, sich durchzusetzen. Die Tochter hat ein Vorbild, zu dem sie aufschaut und der ihr Sachen beibringt wie das ABC-Lied.
Auch bei Sarah von Zwergenzimmerchen tröstet der grosse Bruder die kleine Schwester erfolgreich (hey, warum macht LadyGaga das bei Copperfield nie?!). Er bespasst die Kleine regelmässig und ist ihr ein Vorbild.
Fräulein Sonnenschein von NadelSpielLust und MamaGlück (Blog mittlerweile entfernt) ist (noch) Einfach-Mama – möchte aber bestimmt noch ein zweites Kind. Nur ist ihr ein genügend grosser Altersabstand wichtig, damit ihre Erstgeborene auch wirklich versteht, dass sie jetzt eine grosse Schwester ist.

Alles geht leichter

Treffender als Gretchen von 2unter2 kann man es nicht sagen: «Ich dachte immer, ich sei schon eine recht entspannte und selbstbewusste Person, aber die nötige Dosis an „I-don’t-give-a-shit“ kam tatsächlich erst mit einem vorher ungeahnten Mass an Übermüdung.» Dem ist nichts hinzuzufügen, oder?
Heike von Kreatives Familienleben sagt zudem ganz klar: «Beim zweiten Kind habe ich keine Zeitschriften mehr gelesen, ich hatte noch weniger Zeit als vorher und vertraute stattdessen mehr auf mich selber.» Ähnliches berichtet Sarah von Zwergenzimmerchen: «Durch die Erfahrung beim ersten Kind bleibt man generell viel ruhiger und kann die Zeit dadurch viel mehr geniessen. Auch bei Sam von MomsOffice läuft seit Kind 2 alles routinierter und gelassener.

Und bei Zwillingen?!

Kerstin von Chaoshoch2 ist grad mit dem dritten Kind schwanger. Vorher schrieb sie in der Blogparade aber noch über ihre Erfahrungen und die Vorteile als Zweifach(Zwillings!)mama. Sie hält fest: Für «Wir müssen alles perfekt machen» ist als Zwillingseltern schlichtweg keine Zeit. Man ist direkt im Mehrfachmodus. Dafür lernt man, dass nicht jedes Bedürfnis der Kinder SOFORT befriedigt werden kann. Schön auch: Zwillingseltern haben immer einen Sonderbonus in der Gesellschaft, man will sie schliesslich schonen. Lulu, ebenfalls vom Blog Chaoshoch2 stellt so schön fest: «In der Schwangerschaft sagte mal jemand zu mir, Zwillinge suchen sich Mütter bzw. Eltern aus, die das schaffen und können. Vielleicht ist da ja was dran und es gilt grundsätzlich für Mehrkindmamis/ Mehrkindeltern?» Das finde ich einen wunderbaren Gedanken!
Eine andere Zwillingsmama ist Mara von Das zweite Kind sind Zwillinge. Sie sieht das Ganze etwas nüchterner: «Frau schafft es nicht allein und die Umgebung wird, ob sie will oder nicht, gleich mit zum Babyprofi.» Scheint bei ihr aber ganz gut geklappt zu haben, denn ihr Fazit lautet: Es wird immer besserer. Die private Spielgruppe hat man als Zwillingsmama immer dabei, und langfristig haben die Geschwister eine Familie, selbst wenn die Eltern tot sind. (Ihr seht schon: Wer es gerne lustig-flockig mag, ist auf Maras Blog genau richtig!).

Seltene Sichtweise: Der Papa

Nur ein Vater hat an der Blogparade teilgenommen, unser «Quotenpapa» also. Daddylicious berichtet von seiner Patchworkfamilie und wie toll das Konzept klappt. Seine Frau hat bereits zwei Kinder in die Ehe eingebracht, bevor sie 2012 eine gemeinsame Tochter bekamen. In der Folge hat Kai auf der Suche nach Informationen im Netz das Väter-Magazin Daddylicious gegründet.

Es ist nicht immer einfach

Gretchen von 2unter2 meint: «Ich habe nur zwei Hände! Und so leid es mir tut: Zwei Hände sind oft zu wenig. Zumindest bei zwei Kindern, die noch auf Windeln angewiesen sind.» Auch Neu-Zweifachmama Vivi von hexhex 2.0 wünscht sich dringend ein Satz neuer Arme, um beiden Kindern gerecht zu werden: «Der Spagat zwischen einem winzigen “Klebebaby” und einem grossen Vorschulkind ist nicht ganz leicht, denn jeder fordert zurecht seine Aufmerksamkeit.»
Sabrina von Der Unterschied beim zweiten Kind hat manchmal auch Zweifel. Dann, wenn die zwei Jungs eifersüchtig aufeinander sind. Wenn an ihr als Mama gezerrt wird. Aber sie sagt auch: Es würde hier etwas fehlen! «Zwei Kinder sind wunderbar. Sie haben einander. Sie lernen voneinander. Gutes, aber auch jede Menge Blödsinn.»
Nathalie von Eine ganz normale Mama kennt beide Seiten: Harmonie und eben auch Disharmonie: «Man möchte sie knuddeln, in den Arm nehmen und durchkitzeln, dass ihr herrliches Lachen ertönt. Und manchmal wünscht man sich einfach einen Abschaltknopf, der mal fünf Minuten die Sirene unterbricht, die losheult, wenn der eine dem anderem mal wieder das Auto weggenommen hat.» Am besten gefällt mir aber die Zukunftsperspektive, die sie uns eröffnet: «Aber letztens konnten der Gatte und ich die Sonntagszeitung von Anfang bis Ende lesen – also so richtig LESEN – und die Kinder spielten gut gelaunt miteinander. Das lässt hoffen!» YEAH!!!

Fazit

Ja, dass Kinder ein Knochenjob sind, darin sind sich alle einig. Aber man wächst mit seinen Aufgaben, was auch Stephanie von mamahoch3 sehr schön zeigt. Und Jasmin von Wurzeln und Flügel hält schmunzelnd fest: «Ich bin selbstbewusster und natürlich die Gelassenheit im Person geworden. Alle weiteren Kinder sind demnach ein Kinderspiel, oder?»

Ihr habt noch nicht genug? Dann lest unbedingt die weitere Auswertung von Mama Schulze!

3 Gedanken zu „Auswertung der Blogparade MehralsChaos

  1. Besonders die Passage mit den Zwillingseltern stimmt mich positiv…gut zu wissen, dass wir also ausgesucht wurden, weil wir das schon schaffen mit Zwillingsbabys und einem Kleinkind 🙂
    Insgesamt eine tolle Auswertung mit vielen, vielen wahren und schönen Worten…

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