Regen in der Karibik Teil II: Barbados

Auf unserer letzten Kreuzfahrt im April 2017 hatte ich mich in Barbados verliebt. Au diese Insel wollte ich unbedingt zurückkommen! Deshalb war das ein grosses Argument für die Buchung genau dieser Kreuzfahrt: Mit der «Mein Schiff 3» lagen wir vor Barbados eine Nacht vor Anker, sprich wir konnten die Insel am 29. und 30. Januar für ganze zwei Tage besuchen.

Blöd nur, dass es regnete.

Ausflug zu den Schildkröten

Für den 29. Januar hatten wir via TUI einen Ausflug zu den Meeresschildkröten via Katamaran für 176 Euro gebucht (62 Euro pro Erwachsene, 52 Euro LadyGaga, Copperfield durfte gratis mit). Ja, so ein Ausflug kostet ordentlich.

Wie gesagt regnete es, was so quer schiffend auf einem Katamaran nicht gerade lustig ist, auch wenn der Regen tropisch warm war.

Copperfield jedenfalls war «not amused».

So blieb ich mit ihm auf dem Katamaran zurück, während LadyGaga und ihr Papa zusammen zu den Meeresschildkröten schnorcheln gingen:

Tatsächlich konnten sie zwei Schildkröten sehen, wie aufregend! Ich selber bekam davon nicht viel mit, da ich mit Junior II beschäftigt war (Pinkeln müssen auf einem Katamaran mit Kleinkind ist nicht sooo lustig).

Als Mann und Tochter zurückkamen von der Schnorchelexkursion, hörte es auf zu regnen und ich konnte zum ersten Mal GENIESSEN. Ich legte mich ins Netz im vorderen Teil des Katamarans und genoss wie die anderen Gäste die Sonne, die sich ihren Weg durch die Regenfront gebahnt hatte. Dazu gab es einen Rum-Punsch. Ahhhh! Fotos hierzu gibt es keine bzw. sie sind unter Verschluss, da ich darauf wie ein verendender Wal im Netz aussehe.

 

Strand und Delphin. Oder so ähnlich

Am zweiten Tag auf Barbados wollten wir an den Strand gehen. Und tatsächlich – es regnete auch endlich nicht mehr! Was freute ich mich darauf, unser Stranderlebnis von 2017 zu wiederholen. Nur: Wir wussten nicht mehr, wie der Strand von damals hiess. Und auf diesen Inseln gibt es zig Strände! Also pokerten wir und liessen uns von einem Taxifahrer zu einem Strand seiner Wahl fahren. Es war Mullins Beach. Nicht der Strand vom letzten Jahr, aber auch wunderschön:

Wir assen am Strand in einem Restaurant, und ich bestellte für mich den «Catch of the day», also den Fischfang des Tages, und liess mich überraschen. Hauptsache frisch! Es war köstlich, der Fisch war auf Zitronengrassrisotto an Mangosauce dargereicht.


Ich war so begeistert, dass ich beim Bezahlen der Rechnung fragte, was für einen Fisch ich denn gegessen hatte. Die Bedienung sagte etwas peinlich berührt: «Mahi-Mahi, aber eigentlich sagen wir Dolphin dazu, aber das sagen wir den Touristen lieber nicht.»

Und mir blieb das Essen im Hals stecken. Delphin?!?! Ich hatte DELPHIN gegessen?!?!?!?!?! Mir graute.

Bei Instagramm konnte mich dann eine Kommentatorin aufklären: Dolphin fish ist die «Gemeine Goldmakrele» und ein gängiger Fisch in der Karibik. Pühh!!! Was für eine Erleichterung.

Gegessen haben wir an diesem Strand zu viert für 158 Barbados Dollar, das sind ungefähr 80 US Dollar. Die Kinder hatten nur Pommes. Ihr seht also: Barbados ist teuer.

Rihanna Rihanna Rihanna

Im Taxi (80 US Dollar hin und zurück) lief Rihanna rauf und runter. Der Taxifahrer zeigte uns unaufgefordert den Rihanna Drive, die Strasse, in welcher der Superstar im Ghetto aufgewachsen ist und die 2017 nach ihr umbenannt wurde. Er zeigte uns auch Rihannas heutiges Anwesen One Sandy Lane, einen Luxuspalast im Wert von 19 Millionen US Dollar. Die Bewohner der Insel sind stolz auf ihr berühmtestes Exportgut neben dem Rum.

Inseln sind wie Pralinen

Geblieben ist nach dem Besuch von Barbados und Dominica eine Art Ernüchterung. Letztes Jahr war Barbados ein Traum gewesen, dieses Jahr – ein Träumchen? Es war schön, ohne Zweifel, aber es war nicht das Paradies vom letzten Jahr. Da es geregnet hatte, waren die Wellen zu stark und die Kinder konnten nicht baden. Der Strand war beengt. Vielleicht war aber auch nur der Moment nicht der richtige und Barbados hätte AM ENDE der Reise sein sollen, zu einem Zeitpunkt, als wir wirklich entspannt und bereits erholt waren? Vielleicht muss man einfach einen gewissen Grad an Offenheit erreicht haben, um Frieden zu empfinden?

Ja, es ist mit den Inseln wie mit vielen Dingen im Leben: Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an. Manchmal passt es, manchmal passt es einfach nicht. Was letztes Jahr gut war, kann beim nächsten Mal ganz anders sein. Umgekehrt können Enttäuschungen auch plötzlich in einer Überraschung münden. So geschehen bei uns in Grenada, das ich in einem späteren Blogpost noch vorstellen werde.

Das ist es, was mir bei Kreuzfahrten so gefällt: Man weiss nicht im Voraus, ob man die Praline mögen wird, die man jetzt dann gleich isst. Aber: Hauptsache Praline!

Ich freue mich, wenn Du den Beitrag teilst:

Ein Gedanke zu „Regen in der Karibik Teil II: Barbados

  1. Oohh das hast du aber schön gesagt! Hauptsache Praline, da bin ich voll und ganz bei dir! Deine Fotos sehen traumhaft aus! Ich habe dieses „Da-muss-ich-nochmal-hin-Dings“ mit Barcelona und der Kanareninsel Fuerteventura. Barcelona hat mich sehr beeindruckt und ich habe mich einfach pudelwohl gefühlt. Diesen geschäftigen Trubel auf der La Rambla möchte ich noch mal erleben. Und auf Fuerteventura waren wir auf der Kanarenkreuzfahrt für einen Tag, hatten einen Ausflug gebucht namens „Strand und Shopping in Corralejo“. Den berühmten weißen Sandstrand muss man schließlich erlebt haben und Shopping ist ja bekanntlich immer eine gute Idee, vor allem, weil sich die große tochter zum Ziel gesetzt hat, von jedem Stopp ein Souvenir mitzubringen und ich irgendwie an meine Postkarte der Insel kommen musste. Nun. Bei der Abfahrt des Busses dann: „Bitte entscheiden Sie sich, ob sie beim Shopping Center oder am Strand aussteigen möchten. Der Bus sammelt Sie dann genau dort 3 std später wieder ein.“ aaahh! Ok, es hieß, man könne vom Shopping Center einfach eine der Querstraßen nehmen und käme so ebenfalls fußläufig zum Strand. Das haben wir gemacht und uns dabei aufgrund der eher vagen Wegbeschreibung gnadenlos verlaufen, so dass wir am Ende Mühe hatten, bei der Wärme im Laufschritt mit 2 Kindern wieder rechtzeitig am Bustreffpunkt zu sein. Kein Strand für uns, nur ein schnelles Foto im Vorbeifahren 🙁 Also Fuerte – deine 2.Chance wartet Ende März! Ich bin gespannt 🙂

Kommentar verfassen