Kompressionsstrümpfe: I’m still sexy and I know it

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Ich weiss nicht mehr genau, wann es anfing, aber ich weiss, wann es offensichtlich wurde. In der Schwangerschaft mit LadyGaga bekam ich starke Venenprobleme, die Füsse und Beine schwollen an und schmerzten sehr. Der Sommer 2009 war ein besonders heisser – zumindest kam es mir damals so vor! Irgendwann sagte mein Frauenarzt: «Sonne hin oder her, Sie müssen Stützstrümpfe» tragen.

FUCK!!! Ich war 32 und sollte so olle Dinger anziehen wie meine Grossmutter?! Widerwillig ging ich mit einem Rezept ausgestattet zum Spezialgeschäft, wo meine Beinmasse genau ausgemessen wurden. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken. Ich bezog Wadenstrümpfe und Schenkelstrümpfe. Im Sommer! Und fand die Welt sehr ungerecht.

Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten

Am nächsten Morgen zog ich die Strümpfe mit Hilfe meines Mannes an. Den brauchte ich, da das Anziehen der sehr festen Strümpfe mit einem Babybauch sagen wir mal doch sehr sportlich ist (mittlerweile gibt es auch Anziehhilfen, die das Anziehen mit Babybauch erleichtern). Und schliesslich war ja eh er Schuld an der ganzen Misere. Ich fluchte und zeterte, trug dann aber die Strümpfe im heissesten Sommer EVER (aber sowas von! Garantiert!) jeden Tag. Warum? Weil ich zwar heiss hatte, aber überhaupt keine Schmerzen mehr in den Beinen.

Wieso überhaupt?

In der Schwangerschaft nimmt das Blutvolumen zu, und durch das zusätzliche Gewicht des Kindes wird der Druck auf die Beinvenen erhöht. (Ich habe übrigens heute grössere Füsse als vor den zwei Schwangerschaften, ihr auch?!). Die Hormone mischen natürlich auch noch ordentlich mit – wo wären wir nur ohne Hormone in der Schwangerschaft….! – und lockern das Bindegewebe, erweitern aber die Venen. Das viele Blut kann nicht zurück ins Herz fliessen und bleibt Schwerkraft sei Dank in den Beinen. Jackpot! Njoa. Dicke, geschwollene Füsse und Beine sowie Krampfadern sind die Folge. Nicht zu vergessen die Wassereinlagerungen, die zu Ödemen führen können, die sehr schmerzhaft sind. Bei mir waren sie es jedenfalls. Das alles gibt es aber auch ohne Schwangerschaft. Wer wie ich Lymphprobleme hat, kennt angeschwollene Beine und Füsse auch dann, wenn es zum Beispiel einfach heiss draussen ist.

Da hilft nur eines: Kompressionsstrümpfe. Sie fördern die Durchblutung und verhindern, dass sich Blut in den Venen ansammelt. Sie entlasten die Venen und reduzieren Ödeme und Schwellungen. Zusätzlich können Kompressionsstrümpfe das Risiko von Venenentzündungen, Thrombosen und Krampfadern verringern. Wie bei jeder Therapie steht und fällt die Compliance (das ist das Fachwort für Therapietreue) mit dem Leidenswillen. Wer wirklich Schmerzen hat, wird die Strümpfe gerne tragen.

Auf ein Neues?

Bei Copperfield war ich im Winter 2013/2014 schwanger (bestimmt der kälteste Winter EVER!! Wirklich!), so dass die Füsse und Beine während dieser Schwangerschaft weniger anschwollen. Ich trug die Strümpfe nur unregelmässig, weil der Leidensdruck nicht so gross war, aber ich trug sie. Und wenn ich sie trug, ging es mir besser. Die Beine waren abends nicht so schwer. Und auch auf Langstreckenflügen trage ich heute noch immer Kompressionsstrümpfe, weil es mir damit einfach besser geht. Beim Fliegen habe ich echt Respekt davor, mit meiner Veranlagung ohne Strumpf eine Thrombose zu kriegen.

HIGHLIGHT for women

Ich wurde von Sigvaris gefragt, die neuen «HIGHLIGHT for women»-Kompressionsstrümpfe zu testen und darüber zu berichten. «HIGHLIGHT for women» mit einem sanften und kontrollierten Druck sind für die Prävention konzipiert und eignen sich hervorragend in der Schwangerschaft. NEINNN ich bin nicht schwanger! Aber da ich ja eh immer wieder mal Kompressionsstrümpfe trage, wenn es draussen warm ist (die Lymphprobleme sind in der Familie vererbt und auf Venenentzündungen und Thrombosen kann ich gut und gerne verzichten), wurde ich sofort hellhörig. Das ist mein Thema! Ich durfte folgende Modelle testen, jeweils in beige und schwarz:

• Wadenstrümpfe (Knee-hights)
• Schenkelstrümpfe (Stay-ups)
• Strumpfhosen (Tights)

OK, das sieht bei mir echt anders aus als auf diesem PR-Bild….. 😉 Bild: PPR/Sigvaris

Nichts als die Wahrheit

Kompressionstrümpfe sollte man am Morgen anziehen, da die Beine dann noch nicht so geschwollen sind, sie haben sich ja über Nacht im Bett ausgeruht. Für das Anziehen der Strümpfe braucht man aber Ruhe und keine zwei kleinen Monster, die um einen herumturnen und fragen «Mammi, was soll denn dieser Müllsack [= die Anziehhilfe] da? Und wieso hast du Handschuhe an, ist Dir kalt? Deshalb hat es sich als Herausforderung herausgestellt, die Strümpfe auch wirklich am Morgen anzuziehen. Das ging nur, wenn ich 10 Minuten früher aufstand oder eben erst, wenn die Kinder aus dem Haus waren. Aber es ist wie mit dem «Keine Zeit für Sport»: Ausreden gelten nicht! Und «Es ist zu heiss für Strümpfe!» konnte ich diesmal echt nicht sagen.

Also auf die Zähne gebissen und Strümpfe an die Füsse und Beine. Mit der Anziehhilfe (eben dem Müllsack) und den Handschuhen geht das super einfach. Die Handschuhe sind übrigens nötig, um die doch festen Strümpfe hochziehen zu können. Sie sind in verschiedenen Grössen verfügbar. Dann geht es aber ratzfatz mit dem Anziehen.

Halterlose Strümpfe (hier noch unbenutzt), die Handschuhe und in der Mitte die Anziehhilfe Magnide on/off. Sie ist mit magnetischen Verschlüssen versehen, so dass sie zwar UNTER dem Strumpf angelegt wird, dann aber einem Zaubertrick gleich herausgezogen werden kann. Eine Bedienungsanleitung wird mitgeliefert. Warum das ganze Brimborium? Ohne Anziehhilfe und Handschuhe kriegt man die festen Strümpfe kaum übers enge und gewundene Fussgelenk. Mit Magnide on/off ist es ein Kinderspiel – und erst noch witzig.
Bedienungsanleitung Magnide on/off

 

Persönlich mag ich die Strumpfhose am besten. Sie gibt mir das Gefühl, das alles gut verpackt und am richtigen Ort ist. Bei Wadenstrümpfen mag ich nicht so, dass die Strümpfe nach ca. einem halben Tag anfangen, um das Knie herum einzuschneiden. Wer Kompressionsstrümpfe braucht, hat ja per se dicke Beine, also wird dieses Problem generell auftreten. Aber es fragt sich halt immer, was schlimmer ist: der Wadenschmerz ohne Strumpf oder das Einschneiden des Strumpfes? Aus Erfahrung kann ich sagen: ganz klar der Wadenschmerz per se. Denn das Wadenbord kann man bei Einschneiden auch einfach etwas umplatzieren (auf keinen Fall umklappen, damit wird der Druck verstärkt und der Strumpf schneidet noch mehr ein!).

Der Wadenstrumpf Knee-hights – kaum als solcher zu erkennen bzw. von anderen Strümpfen nicht zu unterscheiden. Bild: PPR/Sigvaris

Fazit

Mein Fazit, nachdem ich nun wieder einige Wochen regelmässig die Strümpfe getragen habe: Ich habe nachts tatsächlich wieder weniger schwere und müde Beine und könnte glatt als U40 durchgehen. Wenn ihr aus medizinischen Gründen Strümpfe tragen müsst, dann tut das unbedingt. Und wenn ihr müde Beinen habt: Probiert es mal mit den Sigvaris «HIGHLIGHT for women». Ich kann sie nach dem Selbsttest wirklich empfehlen. Sexyness hat eh nichts mit Strümpfen zu tun und ist nur in unseren Köpfen. Die heutigen Kompressionsstrumpf-Modelle haben das Oma-Dasein längst hinter sich gelassen und sehen wie ganz normale Strümpfe aus. Ich bin froh, gibt es sie!

Für medizinische Kompressionsstrümpfe kann der Arzt ein Rezept in der entsprechenden Kompressionsklasse ausstellen. Die «HIGHLIGHT for women» Kompressionsstrümpfe mit leichtem, kontrolliertem Druck sind in verschiedenen Farben in Apotheken, Orthopädie- und Sanitätsgeschäften je nach Modell ab CHF 65.00 erhältlich.

 

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