Alleine ohne Kinder: Ab nach Schottland Teil I

Auf meiner Bucket List steht schon seit einer Weile: In Schottland Whisky trinken. Seit ich zum ersten Mal eine Folge von Outlander im TV gesehen habe, ist es nämlich um mich geschehen: Schottland ya beauty! Diese Landschaftsbilder gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. Gut, die Geschichte um den Highlander Jamie Fraser und seine Claire ist natürlich auch ganz nett…

Easyjet fliegt ab Basel nach Edinburgh, so dass ich einen sehr günstigen Flug für mich und meinen Mann ergattern konnte. Denn es sollte ein Trip ohne Kinder sein, nur für uns. Die Kids waren drei Tage bei meinen Schwiegereltern untergebracht. Wir waren zum ersten Mal ever per Flugzeug ohne Kinder unterwegs, und ich leugne es nicht: Ich hatte Panik, dass das Flugzeug abstürzt und die Kinder Vollwaisen werden. Aber naja, der Wunsch, Schottland zu erkunden, war einfach stärker als jede Angst. So eine Auszeit haben wir uns als Eltern einfach verdient!

Am Freitagnachmittag um 14 Uhr Ortszeit landeten wir in Edinburgh (1 Stunde Zeitverschiebung). Mit dem Mietauto (ein Mini!) fuhren wir im Linksverkehr nach Roslin, das circa 20 Minuten vom Flughafen entfernt liegt.

Rosslyn Chapel

In Roslin liegt die Rosslyn Chapel, die euch vielleicht aus dem Buch «Sakrileg» bzw. «The Da Vinci Code» von Dan Brown oder zumindest aus dem gleichnamigen Film mit Tom Hanks und Audrey Tautou ein Begriff ist. Die gotische Kapelle stammt aus dem 15. Jahrhundert und besticht durch wirklich einzigartige Steinmetzarbeiten. Leider ist das Fotografieren im Inneren der Kapelle verboten, doch schon die Aussenansicht verspricht wahre Handwerkskunst, oder?



Die Symbolik der unterschiedlichen Steinmetzarbeiten sowie die vielen Legenden und Mythen, die sich um die Kapelle gerade auch in Bezug auf eine Verbindung zu den Freimaurern ranken, inspirierte Dan Brown dazu, das Finale seines Buches hier stattfinden zu lassen.

Da mein Mann und ich begeisterte Kirchen-Touristen sind, wollten wir uns von der Schönheit und den Details der mittelalterlichen Rosslyn Chapel selber überzeugen, da sie ja so nahe zum Flughafen Edinburgh gelegen ist. Wir wurden nicht enttäuscht.

Der Eintritt kostet 9 £ / Erwachsener, am besten informiert man sich über die toll gemachte Homepage über die Öffnungszeiten.

Auf der Strecke in die Highlands

Doch wir blieben nicht lange vor Ort, da wir am Freitag noch einen langen Weg vor uns hatten: Wir wollten in die Highlands fahren. Google Maps hatte uns zuhause eine Fahrtdauer von 3 Stunden angegeben. Das Navi im Mini meinte aber, es geht 4 Stunden, WTF?! (erst am Samstagabend haben wir realisiert, dass das Navi so eingestellt war, dass das Auto besonders klimaneutrale Wege fuhr, was ja toll ist, aber in so einem engen Zeitfenster doch eher müssig).

Nach zwei Stunden Autofahrt machten wir irgendwo in der Pampa ohne Plan einen Stopp. Und landeten in Perthshire im «Logierait Inn», das von 1710 (!) datiert. Warum? Weil draussen auf einem Schild stand «We make good Fish and Chips». Und ganz ehrlich: Es stimmte! Für nur 13.95 £ pro Person wurde dieser köstliche Fischteller serviert:


Auf dem Weg zurück zur Autobahn entdeckten wir ein Schild, das auf einen «Highland Chocolatier» ganz in der Nähe verwies. Da es aber bereits nach 18 Uhr war, hoben wir uns einen Besuch für den Rückweg am Samstag auf.

Vom Auto aus fotografiert: Auf dem Weg in die Highlands schneite es plötzlich.

Inverness

Der Name Inverness bedeutet «Mündung des Ness», denn tatsächlich liegt Inverness beim Loch Ness. War mir im Vorfeld zur Reise gar nicht klar, obwohl Inverness in Outlander eine grosse Rolle spielt und Claire in den Büchern (nicht in der Verfilmung) in einer mystischen Szene sogar auf Nessie trifft. Geografie ist ja nicht so meins…

Spätabends kamen wir in unserem Hotel «The Royal Highland Hotel» an. Das Hotel stammt aus 1856 und liegt direkt am Bahnhof. Wir hatten dieses Hotel gebucht, da es anders als die meisten Hotels in Inverness anscheinend über eigene Parkplätze verfügte. Öm. Ja. Es gab so circa 8 Parkplätze, die waren um 21 Uhr natürlich alle voll. Also mussten wir weiter weg in einem Parkhaus parkieren, was ich jetzt nicht so genial fand. Das Hotel hat eine tolle Lobby und eine Treppe, die an die Titanic erinnert:


Die Stufen im Hotel sind schräg, die Gänge verwinkelt, die Zimmer alt, wenn auch renoviert. Was man eben von einem Haus aus dem Jahr 1856 erwarten kann. Uns hat es für eine Nacht gefallen. Zum Frühstück konnte man gegen Aufpreis auch ein traditionelles Schottisches Frühstück essen, mit Haggis und Black Pudding:


Wir haben es nicht probiert, da es etwas lieblos aussah und uns den Aufpreis nicht wert war. Gegenüber vom Hotel liegt der Victorian Market mit zig Shopping Möglichkeiten. Der war aber nachts natürlich geschlossen, so dass wir stattdessen zum Inverness Castle spazierten:


Danach kredenzte ich mir in der Hotelbar endlich einen Schottischen Single Malt Whiskey aus der Nähe von Inverness – Benromach:

Im nächsten Teil berichte ich von unseren Ausflügen nach Culloden Moore und Loch Ness sowie zum schottischen Chocolatier Iain Burnett.

 

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4 thoughts on “Alleine ohne Kinder: Ab nach Schottland Teil I

    1. Öhm. Danke? 😉
      Wenn ich das so sagen darf: Neid ist ein schlechter Guide. Lieber den anderen etwas gönnen bzw. sich für sie freuen. Positive Energie kommt nämlich immer auf einen zurück. Schlechte übrigens auch. Aber ich nehme an, Du meinst das eh nicht wörtlich, sondern bist ein Outlander- und/oder Schottland-Fan – oder Du hast einfach dringend Ferien nötig, was ich total verstehe. Ich drück Dich ganz fest!

  1. Ach, da kommt Sehnsucht auf! Ich war bereits durch die Bücher Schottland-infiziert und vor ein paar Jahren waren wir dann zwei völlig verregnete, aber tolle Wochen da! Nun sind unsere Kinder zu klein, aber irgendwann wird es hoffentlich wieder so weit sein…. ich bin gespannt auf den nächsten Teil Deines Berichtes! Liebe Grüße, Bianca

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