Sommerferien – wie organisiere ich die Kinder weg

Der Titel ist natürlich nicht so gemeint, weil – ich liebe ja meine Kinder. Also sind fünf Wochen Sommerferien easypeasy kein Problem für mich. Endlich kann ich all die Dinge mit den Kindern tun, die ich das ganze Jahr durch machen wollte und zu denen ich nie kam, weil ich ja arbeiten muss. Moment, da war doch was….?!

Richtig. Ich habe ja gar keine fünf Wochen Ferien, nur die Kinder. Wie kriege ich das jetzt verflixt nochmals mit der Arbeit hin?

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Ohne Scheiss, es ist jedes Jahr und das sogar mehrfach eine neue administrativ-logistische und finanzielle Herausforderung, Schulferien und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Vom schlechten Gewissen ganz zu schweigen. Was beneide ich die Mütter, die im Sommer einfach jeden Tag freiwillig und gutgelaunt mit den Kindern ins Freibad gehen. Ich wünschte, ich ticke so.

Ich ticke aber nicht so. Ich ticke ganz anders. Ich überlege in der Zeit, mit welcher Sommer-Werbeaktion ich neue Kunden für den Verlag gewinnen kann. Welche Sponsoren ich für die Swiss Blog Family unbedingt kontaktieren will. Und überhaupt, sollten wir uns nicht einen Hund zulegen?

Richtig, die Kinder. Die haben in zwei Wochen Ferien.

Grübelt ihr noch, oder plant ihr schon?

Ich kann die Kinder ja nicht gut jeden Tag vor den Fernseher setzen. Ihre Ferien sollen sie aber auch nicht in der Kita verbringen müssen. Für ein Sommerlager sind sie leider noch zu klein bzw. es nützt mir nichts, wenn nur die Grosse versorgt ist. Ähnlich einem Fruchtsalat mische ich alle Ideen, Termine und Wünsche durcheinander. Ich google seit Monaten nach allen möglichen Betreuungsoptionen. Denn ja: Dank Mental Load bin ICH in der Familie für die Organisation der Ferien-An- und -Abwesenheiten zuständig. Ich kann mich nicht erinnern, dass mein Mann mich je gefragt hat, was die Kinder (oder ich!!!) eigentlich in den Ferien machen. Fazit: Jede HR-Abteilung sollte eigentlich Mütter einstellen. Aber ich drifte ab, es ist einfach zu heiss heute.

Fünf Wochen Schulferien, davon zwei Wochen Familienurlaub, in denen wir zu viert verreisen. Alles durcheinander gewürfelt – der Fruchtsalat sieht folgendermassen aus.

So plane ich die Sommerferien

In einer Woche bin ich am Mittwoch am Pink-Konzert in Stuttgart. Das musste einfach sein, denn es steht auf meiner Bucket List. Die Kinder sind drei Tage bei den Grosseltern und einen halben Tag in der Kita. Sofern ich trotz Konzert fit bin, habe ich vermutlich zweieinhalb Tage zur Verfügung, an denen ich arbeiten kann. In anderen Worten: Das sind gut gemeinte 2,5 von 5 Punkten.

Einmal haben wir ab Donnerstag bis Sonntag Besuch von Copperfields Patin aus Frankreich. Deshalb gehen die Kinder vorher zwei volle Tage in den Hort, an einem Tag ist mein Mann zuhause. Meine Arbeitszeit somit in dieser Woche: sympathische 3 von 5 Punkten.

In einer anderen Woche gehen die Kinder jeden Morgen in den Schwimmkurs ins Freibad. Während sie lernen, schwimme ich alleine meine Bahnen, danach und davor wird zusammen geplantscht. An zwei Nachmittagen gehen die Kinder in den Hort. Meine Arbeitszeit in dieser Woche: maximal 1 gut gemeinter Punkt von 5 Punkten.

Die Moral von der Geschicht‘

Gestern hatten wir Redaktionssitzung und wir haben die Sommeranwesenheiten besprochen. Ich habe im Prinzip genau den obigen Plan vorgestellt – bis eine der Mitarbeiterinnen grinsend abwinkte und sagte:

«Ich schreibe einfach auf, dass Du bis 12. August schwer erreichbar bist.»

Tjanun. Irgendwie wird es wohl doch noch erholsam. So wie Zwangsurlaub, nur in netter. Darauf eine Caipirinha bitte.

Und wie löst ihr das Sommerferiensindda-ichmussabertrotzdemarbeiten-Problem?

 

 

PS wenn ich das so durchlese, organisiere ich die Arbeit weg – und nicht die Kinder 😉

 

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5 thoughts on “Sommerferien – wie organisiere ich die Kinder weg

  1. Aaaalso, dieses Jahr wird’s spannend, weil beide Grosis ausfallen:
    1. Woche: 3 Tage Götti, ansonsten Fussballplatz und Wald mit (hoffentlich sind noch ein paar hiergeblieben!) den Kollegen, Abends nach 17h00 in die Badi oder an den See
    2. Woche: Abenteuerlager (sehr empfehlenswert!)
    3. Woche: Mann hat Ferien und übernimmt den Kurzen an den Mörgen, ich arbeite immer Vormittags, am Nachmittag machen wir was zusammen
    4. Woche: Gemeinsame Ferien
    5. Woche: Ferienpass (d.h. stundenweises Arbeiten möglich) und grosser Spagat
    6. Woche: Ferienpass (dito) und grosser Spagat
    …und danach wird’s erst recht herausfordernd mit neuem Schulhaus, neuer LP, und einem Kind, für das Veränderungen eine fast nicht zu bewältigende Herausforderung sind.

    1. I feel you, Katharina!! Der Ferienpass ist bei uns in den Herbstferien und ICH organisiere ihn mit, deshalb ist das trotzdem mit Arbeit verbunden…
      Deine 3. Woche finde ich aber super! In was für ein Abenteuerlager geht der Kurze?
      Ganz liebe Grüsse
      Séverine

  2. Diese Frage habe ich mir auch gestellt, als ich wieder mit dem Gedanken spielte eine Arbeitsstelle zu finden.
    Eindeutig ein Privileg, wenn man Vollzeitmami ist.
    Ich denke, wir würden es auch mit Gotten/Göttis, Camps und Nachbarschaft organisieren.

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