Die erste Schulwoche ist vorbei

Copperfields Einschulung verlief Corona-bedingt anders als diejenige seiner Schwester noch vor ein paar Jahren. Aber ich bin so froh, wurde er überhaupt eingeschult! Noch im März hatte ich Horrorszenarien vor Augen, dass meine Kinder nun für immer daheimbleiben müssen. Was ich gelernt habe durch den Lockdown: Ich nehme die Dinge, wie sie kommen. Also freue ich mich, wurde er eingeschult. Was im Herbst kommt, sehen wir im Herbst.

Einschulungszeremonie

Am Wochenende vor dem Schulstart erhielt ich eine Mail der neuen Klassenlehrerin meines Sohnes. In dem Mail wurde beschrieben, wie der veränderte Ablauf der traditionellen Einschulungszeremonie sein würde. Üblicherweise ist bei der Zeremonie die gesamte Primarschule anwesend, es wird für die neuen Erstklässler gesungen, Eltern und Schaulustige sind anwesend. Am Montag nun war neben den Stars des Moments nur die Klasse anwesend, die für die Erstklässler gesungen hat. Und wir Eltern der Erstklässler. Anders als sonst durften wir im Nachgang das Schulhaus nicht betreten. So verabschiedete ich Copperfield also – gar nicht. Er ging unter den Spalier-stehenden Kindern, die für ihn gesungen hatten, mit seinem neuen Ergobag-Schulranzen flugs ins Schulgebäude. That’s it. (Hier bitte Mami-Tränchen einfügen.)

Gegen Abend erhielt ich dann aber im Klassenchat ein Foto der Klassenlehrerin, wo das Klassenzimmer und alle strahlenden Kinder auf ihren Sitzplätzen zu sehen waren. Hachz!

Fazit nach einer Woche

Seither ist nun eine Woche vergangen. Bereits habe ich den Elternabend exerziert (mit gebührend Abstand zwischen den Sitzplätzen) und dabei von der netten Lehrerin erfahren, dass a) mein Sohn schon positiv bei ihr aufgefallen ist, weil er gerne erzählt (haha, mein Late Talker!!!!) und b) alle Kinder am Montag problemlos gestartet sind – auch ohne anwesende Eltern im Schulzimmer. (Hier bitte Mami-Tränchen einfügen.)

Für die Turnstunden mussten Hallenturnschuhe besorgt werden. Copperfield hat es geschafft, die neuen Hallenturnschuhe «einfach schon mal auf dem Weg zur Turnhalle» anzuziehen, wodurch sie natürlich schmutzig wurden. Fand die Lehrerin nicht lustig und liess ihn barfuss rennen. Fand er nicht lustig.

Stundenplan

Ich bin jeden Tag am Morgen mit ihm den Tagesplan durchgegangen. Ausserdem hat er den Stundenplan als Print dabei. Am Donnerstag, nach dem regulären Unterricht, hatte er um 15 Uhr seine erste Religionsstunde. Alles schön und gut. Hätte Copperfield nicht um 15.15 Uhr fröhlich bei uns die Haustür aufgerissen: «Ich bin zuhaaaaaauuuuseeeeee!!». Äh ja. Eine Minute später klingelte auch schon mein Handy – Copperfield wurde in der Schule gesucht. Flugs fuhr mein Mann ihn also unter Protest zurück in die Schule. Ich sag’s euch, unsere Nerven bleiben agil dank solcher Einsätze.

Die grosse Schwester

Und LadyGaga? Die ist jetzt in der fünften Klasse, hat neu neben Englisch auch Französisch im Stundenplan («endlich, Mami!») und ist schon so selbständig geworden, dass ich nur staune. Sie plant selbst (erfolgreich!), wann sie ihre Hausaufgaben macht und ist sehr diszipliniert dabei. Heute ist sie aufgeregt zum ersten Mal ganz alleine mit einer Freundin mit dem Velo ins Freibad gefahren. (Hier bitte Mami-Tränchen einfügen.)

Und die jüngste im Bunde?

Wir haben ja nicht drei Kinder, sondern zwei. Und einen Hund, der geht als drittes Kind durch. Seniorita hat gestern das da geboten:

No more words needed, oder? Beim ersten Anblick dachte ich zuerst voller Schreck, es sei weisse Farbe, zum Glück war es dann aber nur ein Liter (!) Milch.

Morgen startet die zweite Schulwoche, Copperfield ist schon ganz heiss darauf, endlich den zweiten Buchstaben des Alphabets zu lernen. «Es ist das «O», Mami, das habe ich schon im Buch nachgeschaut.»

Na dann ist ja alles gut.

 

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